Bericht der KRONEN ZEITUNG [1] über einen gefährlichen Zwischenfall nach einer missglückten Kaminsprengung der Avondale Mills in Pell City, US-Bundesstaat Alabama. Siehe Text. Originalvideo hier.
[1]…KRONEN ZEITUNG Nr. 19.969, 26.11.2015, Seite 12

Industrie · Dokumentation · Archiv
Bericht der KRONEN ZEITUNG [1] über einen gefährlichen Zwischenfall nach einer missglückten Kaminsprengung der Avondale Mills in Pell City, US-Bundesstaat Alabama. Siehe Text. Originalvideo hier.
[1]…KRONEN ZEITUNG Nr. 19.969, 26.11.2015, Seite 12
Seltene Aufnahme [1] einer Fabrik, die 1899 als klassischer Hilfsindustriebetrieb für die im Schwarzatal stark vertretene Papierfabrikation begonnen hat. Das Produktportfolio lag traditionell auf Filzerzeugnissen, zeitweise wurden auch unter der Eigenmarke FEZ eigene Kleidungsstücke aus Filz bzw. Wolle auf den Markt gebracht [2].
Anbei eine kurze stichhaltige Vorstellung anhand der verfügbaren COMPASSDATEN [3-5]:
1925 [3]: Aktiengesellschaft der österreichischen Fezfabriken. 2500 Spindeln, 60 mechanische Webstühle, Wasserkraft 120 PS, Dieselmotor 120 PS. Erzeugnisse: Wollwaren und Filztuche für die Papierfabrikation.
1959 [4]: Aktiengesellschaft der österreichischen Fezfabriken, Wien VI., Getreidemarkt 1. Fabrik: 2640 Gloggnitz (1899) […] 900 Arbeiter und Angestellte. Erzeugnisse: Filztücher für die Papierindustrie, Preß- und Filtertücher, Decken, Mantel- und Kleiderstoffe, Pullmankappen, Damen- und Kinderhüte, Schals.
1979 [5]: Huyck Fez Gesellschaft m.b.H., Wien VI., Getreidemarkt 1. Fabrik: 2640 Gloggnitz. […] 500 Beschäftigte. Erzeugnisse: Filze und Siebe für die Papier-, Pappen- und Asbestzementindustrie, Preß- und Filtertücher.
2016 [6]: Heute ist der Standort als HUYCK WANGNER Austria GmbH Teil des amerikanischen Unternehmens XERIUM und ist laut Firmenwebsite [6] auf Bespannung spezialisiert.
Quellen:
[1] AK 140×89 mm von P. LEDERMANN, Wien I, Fleischmarkt 20 (1933), gleuafen am 25.10.1933, Eigentum schlot.at-Archiv
[2] Kunststoffverpackung eines FEZ-Produktes (Original Pullman), Sammlung schlot.at (2008)
[3] COMPASS VERLAG (1925): Industrie-Compass Band I Österreich 1925/26. Wien. 1466
[4] COMPASS VERLAG (1959): Industrie-Compass Österreich 1959; Wien. 1354
[5] COMPASS-Verlag (1979): Industrie-Compass Österreich 1979/80, 1338
[6] XERIUM Standorte, abgefragt am 18.03.2016

Interessantes und gestochen scharfes Foto einer amerikanischen Hochofenanlage um 1913. Gut erkennbar sind neben dem Kokslager und einem Kamin drei zylinderförmige Winderhitzer mit halbkugelförmigem oberem Abschluß sowie der Hochofen und kleinere Nebengebäude. Die Anlage muss als eher klein bezeichnet werden. Da die Karte nach Orleans/Ionia County/Michigan gesendet wurde und im Text eine weitere Kleinstadt namens Greenville/Ionia County/Michigan erwähnt wird, wird ho. angenommen, dass dies auch eine Verortung der Anlage in MI rechtfertigt.
Eine Anfrage betreffend den Standort bei der Ionia County Historical Society ergab, dass der Standort tatsächlich ins Ionia County passe, man recherchiere derzeit noch Näheres [2].
Quellen:
[1]…Foto 137×87 mit amerikanischer Postkartenteilung, gelaufen am 19.07.1913 nach Orleans/MI, unlesbarer Absendeort-Stempel. Eigentum schlot.at-Archiv (2016)
[2]…Email D. McCord, Ionia County Historical Society, 05.02.2016
Unbekannte Zellstofffabrik, um 1915/20 [1]. Wer hat aufgrund der auffälligen Jugendstil-Architektur und aufgrund des großen Sees im Vordergrund Hinweise auf den Standort?
Provenienz des Fotos ist eine amerikanische Privatsammlung, das Foto ist auf (vermutlich) deutschem Fotopapier (?SATRAP) belichtet [2].
Quellen:
[1]…Foto-AK 138×90 mm auf Fotopapier “S”, ungelaufen. Eigentum schlot.at-Archiv (2016)
[2]…Vergleichbare Exemplare desselben Fotopapiers im schlot.at-Archiv sind mit 1915 und 1918 datiert.

Kolorierte Ansichtskarte [1], welche die Mineralölraffinerie Oderberg (Bohumín) in Österreichisch-Schlesien zeigt. Heute befindet sich an der Stelle ein Industriegelände [2].
Quellen:
[1]…AK 137×89 mm, AUSTRIA Luftbild, gelaufen 1913, eigentum schlot.at-Archiv (2016)
[2]…Fotohistorie.cz, abgefragt am 26.02.2016
Unscharfes Schrägluftbild [1], wohl aus einem US – Kampf- oder Aufklärungsflugzeug. Beschriftet mit “Japan 1944”.
Das Bild zeigt Zerstörungen in einem japanischen Industriegebiet, eine räumliche Zuordnung fehlt. Wir ersuchen um Mithilfe bei der Bestimmung des Standortes.
画像は、空間の割り当てが欠落している、日本の産業領域で破壊を示しています。私たちは場所を決定する際に助けを求めます。
Quelle:
[1]…Vergrößerung 117 x 76 mm, Eigentum schlot.at – Archiv (2016) – Provenienz USA
倍率117 X76ミリメートル、プロパティschlot.at – アーカイブ(2016)
Foto [1] einer unbekannten Raffinerie um 1930/35.
Markant ist (neben dem wohl motivbegründenden Zeppelin) eine ausgedehnte Industrielandschaft mit Zugbrücke, Raffinerie, zahlreichen Kaminen und einem Gasometer vor einer großen Stadt. Wer kann helfen, das Bild einzuordnen? Provenienz des Fotos: USA, Kalifornien.
Möglicherweise handelt es sich bei dem Luftschiff um die Hindenburg.
Quelle:
[1]…Kontaktkopie 101 x 76 mm Belichtungsfläche, ohne Herstellerangaben oder Datierung. Eigtentum schlot.at – Archiv
Interborough Rapid Transit Powerhouse, heute Consolidated Edison Powerhouse
Adresse: 850 12th Ave. aka 840 Joe Dimaggio Highway, Manhattan
Projektiert: 1902
Erbaut: 1904
Architekt: Stanford White [1]
Das IRT Powerhouse war zur Zeit seiner Errichtung (1904) das größte Kraftwerk der Welt [1]. Es diente bis in die 1950er Jahre der Energieversorgung des New Yorker U-Bahnnetzes und verfügte über sechs Generatorenblöcke à 5.000 kW mit je 12 Kochern und zwei Turbinen [2]. Ein Plan der zugehörigen Kohlenbunker ist hier zu finden.
Nach der Unabhängigkeit des U-Bahnnetzes von dem besagten Kraftwerk wurde das New Yorker Fernwärmesystem davon versorgt. Anno 2009 wurde der letzte der originalen sechs Kamine abgetragen, es bleibt ein 1967 errichteter Schornstein bestehen [3].
Das hier gezeigte historische Foto aus 1931 [4] zeigt die West-Fassaden des Kraftwerkes, die gegen die 12th Avenue ragt. Zu dieser äußerst selten gezeigten Hochjugendstil-Gebäudefront ist bekannt, dass sie bewußt zierlich konzipiert wurde, um das Gebäude jederzeit bei Bedarf gegen Westen erweitern zu können, was 1940 mit einem häßlichen Zubau erfolgt ist [1] – siehe Vergleichs-Schrägluftbild von google maps [5].
Einen sehr guten Überblick über die Baugeschichte und Denkmalschutz-Bemühungen betreffend das Kraftwerk gibt Quelle [1], über technische Details referiert Quelle [2], indem Original-Einreichdokumente aus 1902 sowie Fotos vom Bauprozess wiedergegeben werden.


Quellen:
[1]…NYC Landmarks Preservation Commission: Interborough Rapid Transit Powerhouse, now Consolidated Edison Powerhouse. FactSheet:58.pdf, abfegraft am 12.01.2016
[2]…nyc-architecture, abgefragt am 12.01.2016
[3]…wikipedia, abegfagt am 12.01.2016
[4]…Foto 243 x 183mm Belichtungsfläche, Culver Pictures, Inc. #CU-AEY-973, FACTORY EXTERIOR – 12th Ave + 57th St (1931), eigentum schlot.at-Archiv seit 12.01.2016
[5]…maps.google.com, abgefragt am 12.01.2016
Industrielandschaft als Portrait-Hintergrund [1]. Diese mit 1924 datierte Kontaktkopie zeigt zwei Kinder mit Hund vor einer wohl bedeutenden Zeche. Zu erkennen sind vier Kamine, zwei Bergwerks-Fördertürme, ein Gasbehälter (?, links) sowie ein kugelförmiger Wasserbehälter (?, links). Im Mittelgrund sind 14 Hunte auf einem Schmalspurgleis abgestellt, unmittelbar dahinter lagert ein ausrangierter Tank mit großer Öffnung oder eine demontierte Bessemer– oder Thomasbirne. Im rechten Vordergrund liegt eine demontierte Seilwinde. Der übrige Bildbereich zeigt ausgedehnte Brachflächen. Das Foto stammt aus Deutschland – vielleicht ein Hinweis auf den Aufnahmeort.
Wer Hinweise auf die Lage der Zeche hat, wird gebeten, sich mit der Redaktion in Verbindung zu setzen.
Quelle:
[1]…Kontaktkopie 113×82 mm Belichtungsfläche, datiert “1924”, Eigentum schlot.at-Archiv (2016)
Interessanter Fund einer mit 1937 datierten deutschen Karte des Industriebezirkes Waldenburg, auf polnisch Wałbrzych. [1]
Die Stadt ist eine seit der frühen Neuzeit bekannte Fundstätte für Steinkohle [2]. 1937 sind am Stadtplan [1] noch 38 Schächte kartiert, 2014 besteht nur noch eine Kohlegrube als Museumsbergwerk [2]. Traurigerweise dürften große Mengen an Giftstoffen in neuen, illegal erstellten Schächten illegal deponiert worden sein [3].
Die Stadt und deren Umgebung ist 2015 als mögliches Versteck eines Nazi-Goldzuges bekannt geworden [4,5]. Der Stadtplan aus 1937 [1] zeigt ein sehr dichtes Eisenbahnnetz mit mehreren Tunneln und Stichgleisen zu mehreren vorhandenen Schächten bzw. Gruben. Es sind folgende Fabriken, Gewerbebetriebe und Schächte verzeichnet, welche sich in den Stadtplanfotos in den angegebenen Suchfeldern wiederfinden:
21 Fabriken am Plan 1937 – bitte Links beachten!
38 Gruben bzw. Schächte am Plan 1937 – bitte Links beachten!
Quellen:
[1]…POSTULKA, E. (1931): Waldenburger Industriebezirk, ungef. Massstab 1:16.000; G.W. KNORRN-Verlag, überarbeitet 1937 durch Verlag Helmut SCHAL, Norden. Eigentum schlot.at-Archiv seit 2012
[2]…Waldenburg auf wiki, abgefragt am 07.01.2016
[3]…spiegel.de, abgefragt am 07.01.2016
[4]…Irish Times, abgefragt am 07.01.2016
[5]…Wikipedia, abgefragt am 07.01.2016
Ansichtskarte [1] des Förderturmes am Hauptschacht der 1909 gegründeten Crown Mines Ltd., die in der Region Johannesburg ältere Bergwerke übernahm [2]. Es handelt sich um einen der bedeutenden Goldbergbaue Südafrikas. Weitere Informtionen und Ansichten südafrikanischer Bergbaue unter Quelle [3].

Quellen:
[1]…Post Card 141 x 92 mm / The Record Photo & Gramophone Co. (Pty.) Ltd. Johannesburg. Gelaufen 07.11.1937. Eigentum schlot.at-Archiv.
[2]…sahistory.org, abgefragt am 16.11.2015
[3]…South African Mines, abgefragt am 16.11.2015
Echtfoto-Postkarte, wohl aus den 1920er Jahren [1] mit Blick auf die Solvay-Werke bei Ústí nad Labem / Neštěmice oder Aussig an der Elbe / Nestomitz.

Eine tschechische Website [2] gibt zur Betriebsgeschichte Folgendes zur Auskunft [3]:
Eigene Kalksteinbrüche und Kalköfen wurden für die Soda-Erzeugung nach dem Solvay-Verfahren betrieben [4]. Die heutige Nachfolgegesellschaft TONASO betreibt einen 120 m hohen Kamin [5].
Quellen:
[1]…AK Nestomitz, Verlag H. Reinisch Aussig, Kontaktkopie auf AKTINOSA-Papier, 137×85 mm, Eigentum schlot.at-Archiv.
[2]…www.nestemice.cz, abgefragt am 15.11.2015
[3]…Google Translator, 15.11.2015
[4]…Solvay’sche Kalksteinbrüche, pdf, abgefragt am 15.11.2015
[5]…Tonaso, abgefragt am 15.11.2015
Weit und breit kein Schlot, sondern Wasserkraft: Zwei Postkarten [1] des 1924 errichteten [2] Kraftwerkes Walchensee in Kochel am See, Bayern.
Imposante Industriebauten inmitten idyllischer Seenlandschaft. Interessant scheint die kleine Bahntrasse zum Kochelsee, die am zeitgenössischen Vergleichsbild nicht mehr zu sehen ist. Sonst hat sich der Gebäudebestand zwischen 1925 und 2006 weniger verändert als die Vegetation hings umher.
Mehr Infos zum Kraftwerk hier.
Ältere Ansichtskarte [1] der Erdölraffinerie Steaua in Câmpina, Prahova, Rumänien. Zu erkennen sind neben drei gemauerten Kaminen mit Wasser-(druck)-behältern klassische Steigrohre zur Dichtetrennung der einzelnen zu fraktionierenden Kohlenwasserstoffe und das Rücklaufrohr, dessen Inhalt die Dichtetrennung wiederholen muss.

Die Raffinerie ist 2015 insolvent [2]. Der Betrieb hat bisher eine hundertzwanzigjährige Geschichte hinter sich [3]. Er deckte bisher ein mannigfatiges Portfolio an Erdölprodukten ab [4], seit 2004 sogar ISO9001/2001 – zertifiziert [5].
Google Maps [6] ermöglicht einen guten Überblick über die weitläufigen Anlagen der Raffinerie [6] – siehe anbei:
Konvolut von zehn deutsch beschrifteten Aufnahmen aus dem östlichen Bereich von Stalino / heute Donetsk. [1]. Zu sehen sind neben einem Förderturm, gesprengten Fabriksanlagen und einer mächtigten Abraumhalde die lokale Bevölkerung und deren ärmliche Behausungen (Foto 506, “Baracken mit 24 Wohnungen”).
Alte Ansicht der Buzauer Zuckerfabrik [1], seit 1998 Standort des österreichischen Players AGRANA, 1998-2008 Headquarter von AGRANA Rumänien [2].

In englischer Sprache heißt es dort [2]:
“Our raw sugar production is located in Buzau, Buzau County. The plant was designed both for the production of beet sugar and cane raw sugar. In 1998 the plant technology changed in order to process only raw sugar. The processing plant capacity is 1.000 tonnes of raw sugar per day. AGRANA Romania has made several investments for upgrading and modernizing production, the company’s latest acquisition is an automatic packing bags in boxes which achieved the perfect quality of packaging, it achieved also the performance that only two operators could pack 60 tonnes in 12 hours, therefore the productivity increased by 24 tonnes per shift.”
Quellen:
[1]…AK 142×90 mm, BUZAU, Fabrica de zahăr, C.P.C.S, Editura Meridiane, ohne Datum. Eigentum schlot.at-Archiv (11/2015)
[2]…AGRANA Romania, abgefragt am 02.11.2015
In Săvinești, Rumänien, bestand während der kommunistischen Herrschaft des Staates ein gewaltiges chemisches Kombinat [1] . Eine historische Ansicht liegt schlot.at vor [2].

1956 als Stickstoffdüngerfabrik AZOCHIM gegründet, hielt sich das Unternehmen bis nach der Wende und wurde 1997 von Interagro gekauft. 2004 ging ein neuer Eigner, die Fa. MELANA, in Konkurs [1].
Heute liegt ein großer Teil der ehemaligen Produktionsflächen brach [3].
Quellen:
[1]…adevarul.ro, abgefragt am 02.11.2015
[2]…AK 140×89 mm, Săvinești, Peisaj industrial, 8313, REPUBLICA POPULARA ROMANIA, C.P.C.S., Editura Meridiane, beschriftet mit 04.06.1971, Eigentum schlot.at-Archiv (11/2015)
[3]…youtube.com, Luftaufnahmen des brachliegenden Geländes
In Reșița, Rumänien, wird seit dem späten 18. Jahrhundert Eisenerz verarbeitet [1]. Die uns vorliegenden Fotos [2,3] zeigen den Bereich der Hochöfen und eines mutmaßlichen Walzwerkes um 1960.

Ansichtskarte einer Zementfabrik an der algerischen Küste [1], gelaufen 1908. Die Örtlichkeit, welche auf französisch mit Bougie angegeben ist, besteht heute als Stadt namens Béjaïa bzw. in der lokalen Sprache Kabyle ⴱⴳⴰⵢⴻⵜ (sprich Bgayet) [2].

Kontaktkopie [1], Aufnahmeort vermutlich Österreich/Ständestaat.
Das Motiv bildet ein Rauchfangkehrer bzw. Schornsteinfeger in zunfttypischer Bekleidung.Er posiert voll Berufstolz vor einem augenscheinlich nagelneuen STEYR-Wagen, vermutlich ein Modell 530 [2].
Näheres zum hochinteressanten Lehrberuf bei der WKO.
Quelle:
[1]…Kontaktkopie 5,6 x 5,6 cm, undatiert, um 1930. Eigentum schlot.at-Archiv (10/2005)
[2]…Steyr Oldtimer-Website, abgefragt am 27.10.2015