AT | SP | Lendorf an der Drau | Ringofenziegelei Karl Kapeller, Feiertagsziegel

Lendorf_002 Lendorf_003
Seltener Urlaubsfund aus Petschnitzen, Bezirk Villach Land. Bei dem abgebildeten Dachziegel [1] handelt es sich um einen sogenannten Feiertagsziegel. Zu besonderen Anlässen verewigten sich Ziegelarbeiter mit mehr oder weniger orthographischen Kenntnissen im noch weichen Ton, also im Zuge der Lagerung der geschlagenen Ziegel in den Trockenhütten vor dem Brand. Es wurde üblicherweise mit Draht oder Ästen geschrieben.
Am hier gezeigten Exemplar, das wohl die Rückkehr eines Gesellen von der Walz dokumentieren soll, steht in Schreibschrift vermerkt:
 „Nach langen Reisen kehr ich zurük in die Lendorfer Ziegelfabrik   – Jakob Färber“.
Laut Angabe des Eigentümers Johann MIKL [2] kamen dieser und noch mehrere „nicht jugendfrei“ beschriftete Dachziegel aus den frühen 1920er Jahren bei der Neudeckung eines Schuppens am eigenen Bauernhof in Petschnitzen, Bezirk Villach Land, zu Tage. Der Lehm für die „sehr bruchsicheren“ [2] und gut gebrannten Ziegel stammt aus der unmittelbaren Umgebung des Bauernhofes von MIKL. Gemäß mündlicher Tradierung wurde von seinem Großvater die Verbringung in das Ziegelwerk Lendorf zum Brennen veranlasst [2].
Die zeitgenössische Literatur [3,4] weist für Lendorf an der Drau eine Ringofenziegelei Karl KAPELLER aus:
Daten 1925:

  • Lendorf im Drautal / Karl KAPELLER, Holzhandel, Ringofenziegelei [3].

Daten 1959:

  • Lendorf im Drautal / Karl KAPELLER, Ringofenziegelei, Möllbrücke 242, 21 Arbeiter [4]

Quellen:
[1] Foto schlot.at (2015)
[2] Freundliche Information von Johann MIKL, A-9581 Petschnitzen, Panoramaweg 28
[3] COMPASS VERLAG (1925): Industrie-Compass Österreich 1925/26, 296
[4] COMPASS VERLAG (1959): Industrie-Compass Österreich 1959, 408

INT | unknown brick works or toof tile works | unbekanntes Ziegelwerk oder Dachziegelwerk

Es handelt sich bei diesem Fotokonvolut [1] um Aufnahmen aus dem zweiten Weltkrieg. Die Fotos zeigen einen deutschen Soldaten, eine Frau und ein Kind im Nahbereich eines offensichtlich aufgelassenen (Dach-) Ziegelwerkes. Die Personen posieren vor oder bei folgenden ziegelwerksspezifischen Objekten:

  • Ziegelteich als Residuat von bereits erfolgtem Lehmabbau
  • niedrig ausgeführte Trockenschuppen zur Vortrocknung von Ziegeln vor dem eigentlichen Brand
  • Dachziegel unter dem Trockenschuppen
  • Fabriksgebäude mit zentral angeordnetem Kamin, möglicherweise ein Hoffmann’scher Ringofen
  • Verfallene Nebengebäude
  • Feldbahnanlage mit Weiche, bis zum Trockenschuppen führend
  • Feldbahnwagen, ramponiert

Wer kann Angaben zu dem abgebildeten, im zweiten Weltkrieg offenbar bereits aufgelassenen Ziegelwerk (oder Ziegelwerksbereich) machen?

[1]…5 Fotos auf Postkartenpapier (MIMOSA), Eigentum schlot-Archiv.

AT | WL | Haiding/Krenglbach | Ziegelei Weixelbaumer, heute Wienerberger

Schnappschuss aus dem ICE auf die 1874 gegründete  Ziegelei K. & J. Weixelbaumer. Die Ziegelei beschäftigte 1959 80 Arbeiter und verfügte über einen Elektromotor mit 270 PS [1].

Das Werk wird derzeit als Standort der Wienerberger Ziegelindustrie AG  genutzt. Es werden gem. Zertifikat aus 2010 Porotherm Mauerziegel erzeugt [2]. Fotos MM (2012).

Quellen:

[1]… Compass Verlag (1959): Industrie-Compass Österreich 1959. Wien, 415

[2]…Webiste Wienerberger, 13.04.2012

AT | MI | Stützenhofen | Ziegelei Anton Mai / Rupert Eisinger

Kleine Ziegelei in der Gemeinde Drasenhofen mit teilerneuertem Kamin. 1925/26 als Ziegelei des Anton Mai mit Gründungsdatum 1901 verzeichnet. Es wurden von 15 Arbeitern Mauer- und Dachziegel erzeugt.  1959 ist in Stützenhofen die Ziegelei Rupert Eisinger nachgewiesen (ohne Gründungsjahr) [2]. Noch 2011 fimiert eine “Eisinger Ziegelwerk und Baustoffe KG”  in Stützenhofen 81. Mehr Info im Wiener Ziegelmuseum.

[1] Industrie-Compass Band I Österreich 1925/26, Compass Verlag Wien,  301

[2] Industrie-Compass Österreich 1959, Compass Verlag Wien,  414

WB | Winzendorf | Kalkofen A.Curti, 1930

Historische Ansicht des 1848 gegründeten Kalkofens Winzendorf, der damals von Alexander A. Curti betrieben wurde.

Kalkofen Curti, ca. 1930 (1)

Eintrag aus dem Industrie-Compass 1925/26, Band I Österreich, S.305:

  • Alex.A.Curti, Weißkalk-, Stein- und Schottergewerkschaft (1848).

Curti betrieb nach Angaben von Anrainern in der Neuen Welt in der Nähe von Muthmannsdorf zumindest in der Zwischenkriegszeit auch eine kleine Ziegelei.

Der Steinbruch Winzendorf ist seit vielen Jahren als Schauplatz für die Karl May-Festspiele nachgenutzt. Die Kalköfen sind freilich verschwunden.

Bildquelle: [1] Fadrus, V. (1930): Wanderungen durch Niederösterreich, 2. Auflage, Deutscher Verlag für Jugend und Volk, Wien – Leipzig. S.191

schlot_map (bei Google Maps)

[googlemaps http://maps.google.at/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&oe=UTF8&num=200&start=400&t=h&msa=0&msid=114207467168440045430.00045e0378ac07fc44e68&ll=47.813385,16.110549&spn=0.002882,0.006416&z=16&output=embed&w=300&h=200]

FR | 13-Bouches du Rhône | Aubagne | Poterie Ravel

Schöne alte Töpferei (Gründung 1837) mitten in Aubagne. Fotos MM (2009).

Website: hier

schlot_map (bei Google Maps)

[googlemaps http://maps.google.at/maps/ms?ie=UTF8&t=h&hl=de&oe=UTF8&num=200&start=200&msa=0&msid=114207467168440045430.00045e0378ac07fc44e68&ll=43.291451,5.560166&spn=0.001562,0.003219&z=17&output=embed&w=300&h=200]

schlot.at – Ziegelarchiv

Im schlot.at-Ziegelarchiv sind mehr als 600 historische niederösterreichische Mauer- und Gewölbeziegel verzeichnet. Des Weiteren finden sich Wiener Ziegel und einige Ziegelprodukte aus der Steiermark, Tschechien und Ungarn.

Die Ziegelzeichen sind alphabetisch sortiert. Fundbezirk und Fundort stecken im Dateinamen und in den Schlagworten.

Die beste Recherchemöglichkeit weit und breit bietet das Wiener Ziegelmuseum.

Recherchemöglichkeiten online:

Ziegelzeichen Bezirke Gänserndorf und Mistelbach

Ziegelzeichen Bezirk Hollabrunn

zs_gf_zistersdorf mst_wb_walpersbach vi_nk_neunkirchen

Die komplette Galerie ist auf der folgenden Seite zu finden …
Alle Fotos MM (2004-2005) „schlot.at – Ziegelarchiv“ weiterlesen

1020 Wien | Freudenauer Chamottefabrik Thellmann & Co.

Leider etwas dunkle Fotodok einer nachgenutzten Chamottefabrik an der Ecke Hafenzufahrtsstraße/Aspernallee. Fotos MM am Weg zur Weihnachtsfeier 2007.

cham_001kl cham_002kl cham_003kl

cham_004 cham_005 cham006 cham_007

schlot_map (bei Google Maps)

[googlemaps http://maps.google.at/maps/ms?ie=UTF8&t=h&msa=0&msid=114207467168440045430.00045e0378ac07fc44e68&ll=48.196929,16.444672&spn=0.000715,0.001604&z=18&output=embed&w=300&h=200]