DE | L | Leipzig | Dux Automobilwerke | 1904-1926 | Heeres-LKW 1916-1918

Die Leipziger DUX-Werke bestanden von 1904 bis 1926 [1]. Neben Personenkraftwagen wie den Typen E12, D12, G21, F6, K24, G10, S und R [2] wurden auch die von Gustav Schürmann konstruierten Lastkraftwagen L.T, L.I, L.O. und A.L.Z., unter anderem für das deutsche Heer, gefertigt [3].

Das vorliegende Foto [4] zeigt einen bisher nicht zuordenbaren Dux-LKW mit deutschem Armeekennzeichen MK XIX 393 in der 1914-1919 üblichen Form [5].

Quellen:

[1]…industrie-kultur-ost.de (01.01.2024)

[2]…wikipedia.org/Dux_(Automobilhersteller) (01.01.2024)

[3]…wikipedia.org/Gustav_Schürmann (01.01.2024)

[4]…Echtfoto-Postkarte, beschriftet: “Mein Vater beim Militär 1916-1918”. Eigentum Archiv schlot.at (2024)

[5]…wikipedia.org/Liste der deutschen Kfz-Kennzeichen_(historisch)#Deutsches_Reich_1906%E2%80%931945 (01.01.2024)

 

DE | zerstörte Fabrik vor Teich | 1918

DE-unbekannt_kanal_1200

Echtfoto-AK, beschriftet mit “Don. am Kanal”. Wer hat Informationen über diese Fabrik?

Markant sind ein aufgestautes Gewässer, ein am Rande der Anlage befindlicher Ziegelkamin, relativ gedrungene und hohe Gebäude und am linken Bildrand ein Gasthaus, möglicherweise ein Braugasthaus mit zwei kleineren Kaminen/Darrenabzügen. Provenienz Deutschland.

DE | MA | Rheinische Porzellanfabrik Mannheim | 1918-19

Dieses Großformat [1] hat am 22.04.2016 den Weg in unser Archiv gefunden.

Es zeigt die Rheinische Porzellanfabrik Mannheim hinter einer Bahntrasse, in der Nähe befindet sich eine Art Villa in Fachwerksbauweise, wie sie beispielsweise im nördlichen Bayern oder in Franken typisch ist.

Das wahrlich Interessante an dem möglicherweise zeitgeschichtlich bedeutenden Foto ist eine Versammlung von Soldaten um einen sprechenden Militär.

Seitens schlot.at wurde diesbezüglich eine Erkenntnis-Anfrage an  Dr. Thomas Weißbrich, Fachbereichsleiter Militaria des Deutschen Historischen Museums Berlin, gerichtet. Er antwortete uns am 12.05.2016 wie folgt [2]:

[…] Das Foto dürfte aus der Revolutionszeit 1918/1919 stammen, auf der Versammlung mischen sich Offiziere und Mannschaften verschiedener Truppenteile (in Infanterie- und Kavallerieuniformen der sich auflösenden oder aufgelösten deutschen Armee des Kaiserreichs) sowie zivile Teilnehmer, Waffen scheinen nicht getragen zu werden, dafür Tornister und anderes Gepäck. Um den roten Frontkämpferbund kann es sich nicht handeln, er wurde erst 1924 gegründet. Denkbar wäre, dass es sich um eine Veranstaltung eines (sozialdemokratischen) Arbeiter- und Soldatenrates oder um eine linksradikale Kampfgruppe wie den Roten Soldatenbund handelt, 1918/1919 gab es diverse lokale Organisationen. Auf der Gegenseite waren hingegen zahlreiche Freikorps aktiv.

Zur Identifizierung nutzten diese Einheiten zumeist Armbinden, Ärmelstreifen und Ärmelabzeichen, ansonsten trugen die Angehörigen ihre bisherigen Uniformen weiter. Die auf Ihrem Foto abgebildete Kennzeichnung durch zwei Balkenstreifen ist mir bislang unbekannt, jedoch bin ich auch kein Experte für die zumeist improvisierten Abzeichen der temporär existierenden und kleidungsmäßig oft sehr “bunt” aussehenden Gruppen […]

Wir bedanken uns bei Dr. Th. Weißbrich für die vorliegende Auskunft und ersuchen die geschätzte Leserschaft um zweckdienliche Hinweise betreffend Fotodetails wie die beiden parallel verlaufenden weißen Abzeichen an vielen Uniformen bzw. den Ort der vorliegenden Aufnahme.

Anmerkung: Klärung des Standortes durch User von Quelle [3] am 04.08.2016!

Quellen:

[1]… Albumin-Foto 227×163 mm, Eigentum schlot.at-Archiv (2016)

[2]…Email Dr. Thomas Weißbrich, Fachbereichsleiter Militaria des Deutschen Historischen Museums Berlin vom 12.05.2016

[3]…unterirdisch-forum.de, 04.08.2016, Verlinkung auf [4]

[4]…Rheinische Porzellanfabrik Mannheim auf wiki mit fast identem Foto um 1919, 04.08.2016

FR | Suchanfrage | abgebrannte Fabrik | 1914-1918

Foto-Ansichtskarte [1] einer wohl nach Kampfhandlungen abgebrannten Fabrik, glaubhafterweise aus Frankreich. Auffallend ist die mehretagige Ausführung der sehr großen Gebäude. Am Gelände sind drei markante, da unterschiedlich hohe Schornsteine zu erkennen. Die Kronen dieser Kamine sind jeweils sehr unterschiedlich ausgeführt. Wer hat Hinweise auf den Standort?

Die Aufnahme dürfte aus dem ersten Weltkrieg stammen [2].

Quellen:

[1]…AK –  Kontaktkopie, L&H 4934, 138×89 mm, unbeschriftet, Eigentum schlot.at-Archiv (2016).

[2]…Vergleich mit datierten AK desselben Musters, schlot.at-Archiv (2016)

FR | 54 | Pagny | Usine Fabien Henrion, Incendie / Brand 22.08.1915

Copyright www.schlot.at

Copyright www.schlot.at

Foto-Ansichtskarten der brennenden Fabrik Fabien Henrion. Die Fabrik in Pagny-sur-Moselle wurde 1892 gegründet und stellte elektrische Beleuchtungsapparate her [1]. Die Fabrik wurde aufgrund ihrer Nähe zur Front im ersten Weltkrieg fast völlig zerstört. Sie wurde 1929 wieder aufgebaut und besteht bis heute. Es wurden/werden unter Anderem Anthracen-Öl, Ruß und Rohnaphthalin verarbeitet [1] (was die extreme Rauchbildung auf den Fotos erklären könnte). Die AK zeigt den Treffer vom 15.08.1915.

Beide AK im schlot-Archiv.

[1] chroniques anciennes de Pagny, 06.01.2012, Seite 20

FR | usine inconnue | unbekannte Fabrik 1914-1918

schlot-Archiv

Fotopostkarte einer Fabrik mit Artillerietreffer an Gebäude und Kamin, 1. Weltkrieg, Frankreich. Auffällig die Eisenbahngleise im Vordergrund (vm. Schmalspur) mit engem Radius.

Die Karte stammt aus dem Nachlaß des Kriegsberichterstatters Feldwebel Biechl des 2. Bayrischen Infanterieregimentes, 11. Kompanie. Hinweise zur Lage der Fabrik willkommen.

Foto AK 138.5 x 89mm im Eigentum des schlot.at-Archives.

WN | Daimler Motorenwerke | WNF Werk II

Von 1899 bis 1935 wurden an diesem Standort in der Pottendorfer Straße Automobile und Motoren hergestellt [1]. Ab 1915 wurden – vorerst bis 1918 – von der ÖFFAG (Österreichische Flugzeugfabriks AG) auch Flugmotoren und anderes Kriegsgerät produziert [1].

Während des 2. Weltkrieges waren die Wiener Neustädter Flugzeugwerke (WNF) sowohl am Flugfeld Wr. Neustadt  (Werk I, Wiener Straße 120)  als auch im Bereich der ehemaligen Daimler Motorenwerke in Wr. Neustadt Nord, Pottendorfer Straße (Werk II)  [2] tätig.  Die obigen Fotos aus dem WNF – Werk II sind historische Abzüge von Glasplatten-/Kunststoffnegativen im Eigentum des Schlot-Archives.

Verortung folgt.

Quellen:

[1]…Austro Daimler: Geschichte, 29.01.2011

[2]…Geheimprojekte.at, WNF Werk II, 29.01.2011

schlot_map (bei Google Maps)

[googlemaps http://maps.google.at/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&oe=UTF8&num=200&start=400&t=h&msa=0&msid=208860042593462835970.00045e0378ac07fc44e68&ll=47.825517,16.260109&spn=0.005763,0.012918&z=15&output=embed&w=300&h=200]

Laufendes Industriegeschichte – Projekt | Steyr Waffenrad – Datierung

schlot.at bietet ab sofort eine Datierungshilfe für Ihr altes Steyr Waffenrad an. Sie haben ein richtig altes echtes Waffenrad mit Holzgriffen oder viel Rost und wollen wissen, wie alt das Rad ist und wo es gebaut wurde? Hat es vielleicht solch einen Metallschriftzug oder diesen Schriftzug als Aufkleber am oberen Rahmenrohr?

Kein Problem:  Seit meiner Publikation:

Markus Mráz: Zur Erkennung und Datierung von Steyr-Waffenrädern von 1918 bis 1940. In: Der Knochenschüttler: Zeitschrift für Liebhaber historischer Fahrräder und Hilfsmotoren. – Leipzig: Maxime Verlag – Bd. 39 (2007), S. 8-12; ISSN 1430-2543

hat sich der Bestand meiner Rahmennummernsammlung bis 1942 deutlich erweitert und ich sehe mich in gewissen Zeitbereichen in der Lage, über Interpolation von Rahmennummern zum Baujahr des zu beforschenden Steyr Waffenrades zu gelangen.

Ferner habe ich selbst mehrere weitere valide Datierungskriterien entwickelt und kann daher auch Aussagen über Fahrräder treffen, die in schlechtem Originalzustand vorliegen (falsche Felgen etc, Fehlen der Freilaufnabe etc.) .

Gerne erarbeite ich mit Ihnen persönlich im Mailkontakt eine möglichst genaue Datierung Ihres alten Steyr-Waffenrades und berate Sie in puncto Wert des Rades und allfälliger nötiger Renovierungsschritte oder -strategien.

Senden Sie mir Ihre Anfrage, am besten mit Foto des Rades von links und Mitteilung der Rahmennummer. Die Rahmennummer finden Sie bei den hier behandelten Rädern links an der Sattelmuffe – siehe Foto – oder bei älteren Damenrädern am Oberende des Sattelrohres (Vorderseite, siehe ebenfalls Foto).

Freundliche Grüße

Markus Mráz

DO | Ingenio Monte Llano, fábrica de azúcar,~1956

Aufnahmen der dominikanischen Zuckerfabrik Monte Llano, die 1918 gegründet und ca. 1922-23 in Betrieb genommen wurde. Die Fabrik gehört heute wie die kleine Ingenio Amistad zum CONSORCIO AGROINDUSTRIAL CAÑABRAVA im Norden der Dominikanischen Republik.

Die Tageskapazität der Zuckerrohrverarbeitung liegt bei ca. 2.200 Tonnen. Die Fabrik ist damit eine der kleineren der Insel. Die Fotos zeigen die Fabrik, den Antransport des Zuckerrohres, die Zuckerrohrpresse vor der Fabrik, das gewaltige Innenleben der maschinellen Auspreßanlagen (Saftgewinnung).

Zitat der Bilder auf den Fotos.

Aktuelle Informationen und grobe Verortung der Fabrik hier.

Youtube-Video über einen Ingenieurbesuch in der Zuckermühle hier.

Geschichte der Gemeinde Monte Llano hier (spanisch).

WU | Schwechat | UNION Lederwerke A.G.

Hochwasser, vermutlich 1930er Jahre, im Bereich der ehemaligen Union-Lederwerke A.G.,. Infos aus Industrie-Compass 1925/26, 1277:

“Union Lederwerke A.G. (1918):
Erz.: Sohlen- und Brandsohlenleder, Chromleder […]”

Im Compass 1959 nicht mehr nachweisbar. Der Nachweis einer Lederfabrik in Schwechat im Bereich der heutigen Wege/Straßen”Gerberweg” und “Lederfabriksstraße” und die Einzeichnung einer Chromlederfabrik ebendort in einem amtlichen Wiener Stadtplan aus der Zwischenkriegszeit führten zu unserer Verortung in der schlot_map. Flohmarktfund 2009. Eigentum MM

schlot_map (bei Google Maps)