Foto 80×53 mm (Agfa Lupex) aus dem 2. Weltkrieg, ohne weitere Beschriftung. Möglichweise in Osteuropa. Wer kennt Personen oder die Fabrik im Hintergrund? Besserer Scan möglich.
This photo was taken during world war II, probably in Eastern Europe. If you have any informations about the persons or the buildings shown on the slide, please don’t hesitate to contact us. Need a better scan? Just let us know. Size 80×53 mm, paper: Agfa Lupex
Foto 220×170 mm, datiert 1929, von einem Werksbesuch der 1927 gegründeten Stickstoffwerke Rauxel. Die Werke wurden durch die Klöckner – Werke und die Wintershall AG gegründet. Das Werk steht in unmittelbarem Zusammenhang mit Kohle- bzw. Koksverarbeitung.
Das Gelände im Hintergrund ist als Gaswerk bzw. Raffinerie erkennbar. Deutlich erkennbar ist ein Gasbehälter im linken Hintergrund sowie die Gerüste eines zweiten Gasometers; ferner mehrere für Raffinerien typische Fraktioniertürme rechts hinter der eingeschossigen Backsteinhalle; auch die Industriegleise am Gelände und der werkseigene Güterwaggon samt Aufschrift sind gestochen scharf auszumachen.
Ansichtskartenteil ohne Verlagsangabe, zeigt die zweite von sieben Thonet-Möbelfabriken etwas nördlich von Zlín. Gelaufen 1914.
Die Fabrik wurde 1860 oder 1861 gegründet. Noch heute werden am Standort edle Biegemöbel erzeugt.
Anbei ein Foto eines Stuhles von Thonet aus der Zwischenkriegszeit. Gemarkt wurden die Produkte mit Zetteln und Brandstempeln. Di Datierung nach 1918 geht aus der Art des Etiketts bzw. der Schutzmarke und der Dimension des Brandstempels hervor.
Fabriksansicht, ca.1914
Brandstempel
Zettel auf Boden, Brandstempel auf innerem Bodenrahmen
Colorierte AK der Kunstmühle im mährischen Lundenburg, seit 1918 lieberBřeclav genannt. Mühle steht noch, Schlot nicht mehr. AK 138x90mm über Zensurstelle Brünn nach Hamburg gelaufen am 17.02.1915, heute im Eigentum des Schlot-Archives.
Aufnahmen von Ende der 1950er Jahre der nur noch als Industrieruine bestehenden Zuckerfabrik Esperanza, die ihrem Namen (=Hoffnung) also keine Ehre machte.
Die Fotos zeigen:
Fabrik bei Nacht
Zuckerrohrtransport mit Traktoren
Verladung des Zuckerrohres auf Kippbühnen (statt kippbaren LKW-Ladeflächen)
Fabriksinneres
Abtransport des Endproduktes (Zuckersäcke) mittels Werksbahn
Ancienne photo d’un phare, d’une usine et d’une chéminée, peut-être créee dans les années 1930. Si vous savez où se trouvent-ils ces bâtiments, repondez-nous s.v.p.
Photo 81x54mm sur Stenox-Bauchet, proprietaire de la ZWPG (2010).
Historische Ansicht des 1848 gegründeten Kalkofens Winzendorf, der damals von Alexander A. Curti betrieben wurde.
Kalkofen Curti, ca. 1930 (1)
Eintrag aus dem Industrie-Compass 1925/26, Band I Österreich, S.305:
Alex.A.Curti, Weißkalk-, Stein- und Schottergewerkschaft (1848).
Curti betrieb nach Angaben von Anrainern in der Neuen Welt in der Nähe von Muthmannsdorf zumindest in der Zwischenkriegszeit auch eine kleine Ziegelei.
Der Steinbruch Winzendorf ist seit vielen Jahren als Schauplatz für die Karl May-Festspiele nachgenutzt. Die Kalköfen sind freilich verschwunden.
Bildquelle: [1] Fadrus, V. (1930): Wanderungen durch Niederösterreich, 2. Auflage, Deutscher Verlag für Jugend und Volk, Wien – Leipzig. S.191
Neunkirchen verfügte ab ca. 1909 bis zum zweiten Weltkrieg (relikthaft noch bis ca. 1960) über ein weit in die Stadt reichendes Schleppbahnsystem, das Anschlüsse zu folgenden Bahnlinien hatte:
Südbahn, Station Neunkirchen über Lokalbahnhof Neunkirchen
Lokalbahn Willendorf-Neunkirchen (1909-1942, Personenverkehr bis 1933)
Sinn und Zweck des Schleppbahnnetzes, das eingleisig und teils dreischienig (Normalspurgleis mit zwischengelegter Schmalspurschiene) geführt wurde, war die Versorgung der größeren Neunkirchener Industriebetriebe mit Steinkohle aus Grünbach. Diese Kohle wurde über die 1909 geschaffene Verbindung der Schneebergbahn mit Neunkirchen (Lokalbahn Willendorf – Neunkirchen) in folgende Industriebetriebe geführt:
Spinnerei Eltz (Trasse Ost, 1 Werkszufahrt Schmalspur, enger Gleisradius)
Schraubenwerk Schoeller&Co, später Brevillier – Urban, Werk II Postgasse), Trasse Ost-Gleisende, 2 Werkszufahrten, 3 Gleise, 1 Drehscheibe)
Diese vier Großbetriebe hatten auf ihren Werksgeländen mehrere Gleise und Weichen. Für die Druckfabrik ist ein ehemals weitverzweigtes System an Hunt- oder Lorengleisen bekannt – siehe auch Abb.1.
Der Trassenteil Ost (Eltz-Spinnerei, Druckfabrik, Schoeller) wurde vm. in der ersten Dekade nach dem 2. Weltkrieg abgetragen. Auf dem Foto aus 1955 (Abb.3) sind nur noch Trassenreste erkennbar, während das Luftbild aus 1928 (Abb.2) noch eine betriebsfähige Trasse Ost zeigt.
Heute erhalten ist nur noch der Trassenteil West bis zur Wiener Straße (ehem. Einfahrt zu Brevillier – Urban, Werk 1). Die Werksbahn in diesem Gelände bestand baulich bis 2001 – siehe Werksplan 1980 in Abb.4.
Mehr zu den historischen Neunkirchner Industriebetrieben hier.
Bild- und Planquellen: alle Stadtarchiv Neunkirchen, Dir. Albert Hirsch
Schleppbahn Ost [1]
Schleppbahn, Werksbahnen Ost 1928 [2]
Schleppbahn – Trasse 1955 [3]
Werksbahn B&U 1980 – Trasse West [4]
[1] Ausschnitte aus Trassenplan Druckfabrik und Schoeller&Co (1908), digital weiterverarbeitet
[2] Luftbild 1928 Neunkirchen
[3] Luftbildpostkarte Neunkirchen, um 1955
[4] Werksplan Brevillier&Urban, Februar 1980, digital weiterverarbeitet
Repro – Aufnahme (!) eines italienischen Fabriksgeländes, nach Angaben eines Vertrauensmannes möglicherweise im südl. Trentino bzw. schon im Veneto gelegen.
Rechts im Bild die Porteria (Portierbude), links der im unteren Bereich aufwendig gestaltete Schlot.
Vielleicht kann der Standort über die Festung / das Kastell in der oberen Bildhälfte gefunden werden. Bitte um diesbezügliche Kommentare.
Fotopapier unbekannt, Foto 112x81mm im Eigentum der ZWPG.
Ehemaliges Semperit – Werk Linz (Industrie- und Schaumstoffwerk Linz), gezeigt als Schrägluftbild (ca. 1970-1974) von OSO.
Quelle: (1), 94
Ausschnitt
Das Gelände, auf dem sich bis kurz nach dem zweiten Weltkrieg Heeresgaragen befanden, wurde von Semperit 1948 in das Industrie- und Schaumstoffwerk Linz umgewandelt und bis 1989 betrieben. In den 70er Jahren umfaßte die Produktionspalette:
Akkumulatorenkasten
Schaumstoff-Erzeugnisse
Sempollan-Erzeugnisse
Hartgummiauskleidungen
Weichgummiauskleidungen
1974 kam es zu einer Intensivierung der Hartschaumproduktion für die Bauindustrie.
Quelle:
[1]: SEMPERIT AG (1975): 150 Jahre Österreichische Kautschukindustrie 1824-1974. Molden Reihe Industriemonografien 1/Verlag Fritz Molden, Wien-München-Zürich. 93ff
Historisches Werksfoto (ca. 1970) vom Runderneuerungswerk Merkur, Gadnergasse 2, Simmering.
Bildquelle: (1), 97
Ausschnitt
Semperit hielt ab 1965 95% der Gesellschaft.
Das Werksgelände ist heute schlotfrei und durch Handelsketten nachgenutzt. Foto- und Infoquelle betreffend Semperit:
[1] SEMPERIT AG (1975): 150 Jahre Österreichische Kautschukindustrie 1824-1974. Molden Reihe Industriemonografien 1/Verlag Fritz Molden, Wien-München-Zürich. S97
Elektroschalt- und Verteilerzentrale, ca. 1970. Quelle: Schlot-Archiv
Wöllersdorfer Werke, ca. 1920. Quelle: [1]
Ausschnitt
Glasblock aus 1. Schmelze, April 1922
Das Gelände der späteren Wöllersdorfer Werke war ab 1815 als “Feuerwerksanstalt” für die Forschung, Entwicklung und Produktion an/von Sprengstoff genutzt und spielte im 1. Weltkrieg eine wichtige Rolle. Es bestand damals aus mehr als 600 Objekten und einem sehr langen werksinternen Schienennetz (Normal- uind Schmalspur).
Nach dem 1. Weltkrieg waren die ehemaligen Produktionsstätten bald großteils verlassen.
Größtenteils heißt nicht völlig. Wir können der geschätzten Leserschaft zwei große Raritäten bieten:
Einen undatierten Produktekatalog über landwirtschaftliche Maschinen und Geräte der Wöllersdorfer Werke aus der frühen Zwischenkriegszeit, ca. 1920. – Eigentum Schlot-Archiv
Aus der Glashütte der Wöllersdorfer Werke: Glasblock 140x104x16 mm in Kobaltblau, gegossen aus der ersten Schmelze im April 1922. Eigentum Schlot-Archiv
Die Firma MABA nutzt Werksteile des Geländes bereits seit 1924 [2], damals als “Österreichische MABA – Unternehmung – Barthels und Schlarbaum” [3] .
Von 1933 bis 1938 dienten Teile des ehemaligen Geländes der Wöllersdorfer Werke dem austrofaschistischen Regime Österreich als “Anhaltelager Wöllersdorf”. Hier wurden Regimegegner aller Couleurs interniert.
Im 2. Weltkrieg diente das Gelände als Luftwaffenstützpunkt. Nach einem alliierten Bombardement 1944 und der weitgehenden Zerstörung des Geländes durch selbiges und Sprengungen der deutschen Truppen Anfang 1945 verfiel das danach sowjetisch verwaltete Gelände zusehends.
Das Schalthaus des ehem. Kraftwerks ist architektonisch wertvoll. Es wurde von Ludwig Müller, einem Schüler Otto Wagners, geplant [2] und wird heute durch die Fa. Maba nachgenutzt. Alles Weitere in unserer Quelle [1].
Aufnahme eines kirgisischen Betonwerkes, ca. 1965. Nach Recherchen 2011 wurde der Betrieb als KANT CEMENT AND SLATE WORKS identifiziert. Erzeugt / abgebaut werden Zement, Schiefer und Asbestzementrohre. Hier das Produktportfolio und die Ansprache des Direktors – Nur für Männer. Verortung folgt.
Foto der Eisengießerei Turrach, ca. 1905 auf Postkarte.
Ausschnitt
Die Eisengießerei Turrach an der steirisch-kärntnerischen Grenze bestand seit mindestens 1662 bis 1978 und war neben den Gießereien St. Stefan und Gußwerk die drittbedeutendste Gießerei der Steiermark. Anbei einige Daten zu Geschichte und Ausstattung:
um 1480: Entdeckung der lokalen Erzlagerstätten
bis 1662: Betrieb eines Stuckofens
1662: Errichtung eines Floßofens anstelle des Stuckofens
1826: neuer Hochofen und neue Werksgebäude, Anthrazit als Brennstoff löst Holz ab
1848: zwei neue Kupolöfen,neue Modelltischlerei für Detail-Gußeisenerzeugung
1863: erste Bessemer-Birne auf dem Kontinent (!) als verfahrenstechnische Pionierleistung
1978: Abriß der Werkes
Erzeugnisse waren u.a.: Bügelstacheleisen, Kessel und Töpfe aus Gußeisen, Druckkochtöpfe, Gewichte, Böller, Mörser, Herdplatten, Ambosse, Uhrgewichte, Glocken, Wasserrohre, gußeiserne Dachziegel, Pfannen, Gedenk- und Erinnerungstafeln.
Quelle und Bildnachweis:
METLAR, R. (1984): Die steirisichen Eisengießereien (mit Ausnahme des Gußwerkes Mariazell). In: ROTH,P.W. (Hrsg.): Erz und Eisen in der grünen Mark. Beiträge zum steirischen Eisenwesen. 293ff
Das heutige Turracher Wappen führt noch die 1863 hier erstmals in Europa installierte Bessemerbirne sowie das alchemistische Zeichen für Eisen.
Zwei historische Ansichten der oben angegebenen Fabrik in Leoben/Waasen.
Ausschnitt
Stand 1959: Ledergerberei Dr. Anton Kohmayr, Vordernberger Str. 4, Leoben. Ledergerberei, Lohwerk (1893 gegründet). Quelle: Industrie-Compass Österreich 1959, Compass-Verlag.S1239
Stand 1925: Josef Kohmayr, vormals Wolfbauer &Kohmayr, Ledergerberei. 10 Arbeiter. Quelle: Industrie-Compass Band I Österreich 1925/26. Compass-Verlag. S1275
Danke an Fr. Mag. Susanne Leitner-Böchzelt von der Kunsthalle Leoben und Josef Hammerle für die Zuordnung der Fotos zum Standort. An der gegebenen Stelle findet sich nach Angaben von Mag. Susanne Leitner-Böchzelt heute ein Penny-Markt.
Portrait-Foto auf Gevaert-Ridax (ca. 1945) 80×51 mm und Überblicksfoto (Papier unbekannt, 133×83 mm) im Eigentum schlot_archiv (2010).
Historische Aufnahme des nicht mehr bestehenden Gaswerkes Leoben in der Otto-Glöckl-Straße, das 1884 errichtet wurde. Bis 1961 wurde hier Stadtgas erzeugt, danach erfolgte eine Umstellung auf Mischmethanproduktion. Ab 1973 bis 1978 vollzog sich der Umstieg von Mischmethan auf reines Erdgas. Quelle: Stadtwerke Leoben
Auf dem Detail-Foto sind im linken Bildbereich zwei Gasbehälter zu sehen (unmittelbar über dem weißen zweigeschoßigen Haus).
Im Hintergrund des Überblicksfotos die Stadtpfarrkirche, rechts am Bildrand die Waasenbrücke, gut zu erkennen an der Eisenkonstruktion. Blickrichtung nach SSO.
Foto vm. aus der unmittelbaren Nachkriegszeit. Maße 133x83mm, Eigentum und Copyright schlot_archiv (2010).
Der Vatikanstaat ist der einzige Staat der Welt, der einen weiß rauchenden Schornstein als Bedingung für die Machtübergabe an ein neues Staatsoberhaupt hat. Also ohne Schornstein kein Papst. Schwarzer Rauch bei der Wahl bedeutet: Noch kein neuer Papst gefunden:
Großes Werksgelände der ehemaligen Zeisswerke Wien im 14. Wiener Gemeindebezirk. Standort Abbegasse 1. Erhalten ist neben dem schlecht einsehbaren Schlot das 1917 vollendete Haupthaus (Inschrift “CZ…[Carl Zeiss]..1917”) mit ansatzweise erkennbarer Spätjugendstil-Ornamentik und Observatoriums-Kuppel . Zuerst wurden unter Zeiss optische Geräte erzeugt, ab 1920 von den Wiener Radiowerken (AG ab 1929) [1] Radioteile wie Röhren und dgl. durch die Schrack AG und später durch Philips [2].
Im zweiten Weltkrieg wurde auch heftig produziert – siehe Geheimprojekte.at.
Das amtliche Wiener Telefonbuch von 1943 [0] verrät auf Seite 567 über die Wiener Radiowerke folgende Werkseinheiten und Adressen:
Wiener Radiowerke AG (Audionwerk): XIV./89, Abbegasse 1
Finanzabteilung: VII./62, Neubaugasse 1
Zweigfabrik: XV./101, Gernotgasse 12
Werkküche: XV./101, Camillo Sitte-Gasse 15
Werkluftschutzleiter […]: XX./20, Klosterneuburger Straße 16
Die derzeitige Nutzung des heruntergekommenen und durch Neubauten verschandelten Geländes erfolgt durch das österreichische Bundesheer, das am Standort ab den 1980er Jahren bis 2008 eine Funkstation betrieb. Des Weiteren betreibt das Technische Museum Wien ein Lager am Gelände. Weitere Infos über das Werk bzw. dessen geplante weitere Nutzung anbei. Fotos MM (2009).
Quellen:
[0] Amtliches Fernsprechbuch Wien 1943. Staatsdruckerei, S. 567