Ansicht [1] der ehemaligen Papierfabrik Arland (vormals Kranz [2]) in Graz-Andritz, ca. 1940.
Einen geschichtlichen Überblick über die Zeiten bis 1939 gibt Quelle [2], ab der Aktienmehrheit der Familie Czerweny von Arland (1939) die aufschlussreichen firmeninternen Quellen [3] und [4].
Zu sehen ist das 1885-1887 nach Brand neu errichtete Deutsche Theater in Rīga, welches seit 1919 als Lettische Nationaloper genutzt wird [1]. Die Ansicht zeigt das Gebäude von Norden [1,2].
Der Kamin gehört zum gebäudeeigenen Heizhaus der Oper [1,2].
Quellen:
[1]…Echtfoto-Postkarte, ohne Marke, datiert 21.03.1921, Eigentum schlot.at-Archiv (2023)
Zwei seltene Fotos der Erdöl-Raffinerie in Abadan, Iran, um 1930 [1]. Gezeigt werden sowohl die Raffinerie als auch der zugehörige Ölhafen am Grenzfluß zum Irak.
تاریخچه پالایشگاه آباجان
تاریخچه پالایشگاه آباجان
Die ab 1909 von der Anglo-Persian Oil Company (später BP) errichtete Raffinerie [2] wurde 1912 als erste Raffinerie der Region mit einer Kapazität von 2.500 Barrel pro Tag in Betrieb genommen [3].
Während des ersten Weltkriegs expandierte die Raffinerie in Folge des Treibstoffbedarfes der eingesetzten Kriegsschiffe.
1919 wurden die Bohrrechte der britischen Anglo-Persian Oil Company durch das Anglo-Persian Agreement gesichert [4].
1927 wurden bereits 4.5 Millionen Tonnen Öl exportiert [2].
1933 erfolgte eine Neuregelung der Bohrkonzession des Unternehmens (nun Anglo-Iranian Oil Company) mit der persischen Regierung [4], was der Raffinerie zu einem weiteren Aufschwung verhalf.
Im Zweiten Weltkrieg lieferte die nunmehr weltgrößte Raffinerie Abadan bis zu 25.000 Barrel pro Tag an die Luftwaffe der Alliierten Streitkräfte.
1951 erfolgte die Verstaatlichung, 1954 wurde ein neuer Kontrakt mit dem International Oil Consortium unterfertigt und nach Modernisierung und Erweiterung der Anlagen die Fördermenge auf 300.000 Barrels pro Tag erhöht.
Am 31.07.1973 wurde das Gesetz betreffend die Souveränität des Iran über die nationalen Ölressourcen unterzeichnet und die Raffinerie der staatlichen iranischen Ölgesellschaft unterstellt. Um 1980 erreichte die Raffineriekapazität ca. 530.000 Barrel pro Tag. Es bestanden 850 Öltanks am Gelände.
Am 22.09.1980 wurde die Raffinerie im Zuge des ersten Golfkriegs durch irakisches Bombardement komplett zerstört und danach wieder aufgebaut [3].
Quellen:
[1]…2 Fotos 75 x 52mm auf Velox-Papier, beschriftet: “No 2/3 – Oil Refineries Abadan“, Eigentum Archiv schlot.at (2023)
Privat-Aufnahmen aus 1972, 1973 und 1994 [1] von den Ruinen der Ölschiefer-Raffinerie von Glen Davis.
Nach dem bereits 1938 erfolgten Baubeginn der Raffinerie wurde diese am 03.01.1940 in Betrieb genommen und bis 30.05.1952 betrieben. Das extrahierte Öl wurde mittels einer 51km langen Pipeline nach Newnes Junction gepumpt und von dort aus mittels Eisenbahn verschickt [2].
Quellen:
[1]…Fotos (1972, 1973, 1994) freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Bildautor Bernhard Racz (2023).
Zwei historische Fotos des norwegischen Walfanges und der Walverarbeitung um 1925-1935 [1,2].
Gezeigt werden die Anlandbringung der harpunierten Wale und die in situ-Aufarbeitung der toten Meeressäuger.
Norwegen verantwortete zum Aufnahmezeitpunkt etwa 80% der weltweiten Waltranproduktion [3].
Tran war bis etwa 1950 wichtiger Rohstoff für Seifen-, Kerzen- und Margarineproduktion, Pharma- und Schmierstoffindustrie [4].
Norwegen hat 1993 entgegen internationalen Trends, den kommerziellen Walfang abzuschaffen [5], selbigen wieder aufgenommen [3].
Walfleisch wird in Norwegen (Weltrang Nr. 30/Bruttoinlandsprodukt anno 2021 [6]) als billiger Ersatz für Rindfleisch verwendet und der Walfang als nationale Tradition bezeichnet [3].
Ein Bericht über die Verarbeitung von Walfleisch zu Hundefutter und über einen drastischen Rückgang der gesellschaftlichen Akzeptanz des Fanges zeigt, dass es sich lohnen kann, Traditionen zu überdenken [7].
Quellen:
[1]…Diapositiv der Österreichischen Lichtbildstelle, 1934-1938, handbeschriftet. Eigentum schlot.at-Archiv (2023)
[2]…Diapositiv der Österreichischen Lichtbildstelle, vor 1934, handbeschriftet. Eigentum schlot.at-Archiv (2023)
Übersichtsaufnahme der Gold- und Silberminen von San Pedro [1], die ab ca. 1650 bis 1940 betrieben wurden und im großindustriellen Maßstab erst seit 1990 ausgebeutet werden [2].
Auf dem Foto ist ein ausgedehntes Feldbahngleisnetz für den Erztransport zu den Verhüttungseinrichtungen zu erkennen.
Quellen:
[1]…Diapositiv der Österreichischen Lichtbildstelle, vor 1934, handbeschriftet. Eigentum schlot.at-Archiv (2023)
Momentaufnahmen des Hafens (ca. 1930) [1] und des Quai Willems (ca. 1900) [2] in Rotterdam.
Kähne, Frachter, Fuhrwerke, Fässer und die Industriesilhouette aus Windmühlen und riesigen Werkshallen vermitteln bereits vor vielen Dekaden den Eindruck eines bedeutenden Hafens – anno 2023 der größte Europas [3].
Quellen:
[1]…Diapositiv der Österreichischen Lichtbildstelle, vor 1934, handbeschriftet. Eigentum schlot.at-Archiv (2023)
[2]…Diapositiv, um 1900, handbeschriftet. Eigentum schlot.at-Archiv (2023)
Momentaufnahme aus der Nähe von Den Haag [1], um 1930 – Kanalschleuse mit drei Windmühlen. Die Schleuse wird gerade von Hand für die Durchfahrt eines Treibstoffkahnes geöffnet.
Laut milldatabase.org [2] sind allein in den Niederlanden 1282 (!) Windmühlen dokumentiert.
Die Funktionsweise und die Standorttauglichkeit einer Windmühle erklärt Quelle [3].
Die Typologie von Windmühlen erläutert Quelle [4].
Historische Fabriksanlagen der ehemaligen Kakaoplantage Roça Sundy auf Príncipe [1], welche mit 1.657ha die größte der Insel war [2].
Die Kakaoverarbeitung auf der Insel bestand unter portugiesischer Kolonialherrschaft ab dem Ende des 17. Jahrhunderts. Vor 1975 wurde Roça Sundy vom portugiesischen Unternehmen Sociedade Agrícola Sundy betrieben; nach Erlangung staatlicher Souveränität von São Tomé e Príncipe wurde die Plantage verstaatlicht und als Empresa Agro-pecuária de Sundy bezeichnet [3].
Anno 2023 ist die ehemalige Plantage durch Hotellerie nachgenutzt; Schmalspurbahngleise und eine ehemalige Werkslokomotive erinnern an die ehemals gewerbliche Nutzung [2].
Luftbild [1] der Port Alfred Papier- und Zellulosefabrik, Québec, Kanada.
Die ursprüngliche Fabrik wurde von 12.06.1916 bis 30.08.1917 errichtet und am 18.04.1918 eröffnet [2].
Eine Aufnahme aus 1918 [2] zeigt bereits einen wesentlichen Grundstock der am ggst. Luftbild erkennbaren Werksanlagen.
Nach diversen Umfirmierungen (ab 1924 Port Alfred Pulp and Paper Corporation) und teils jahrelangen Werksschließungen in den frühen 1930er Jahren folgten wirtschaftlich stabile Zeiten bis etwa zur Jahrtausendwende [2].
Der letzte Eigentümer – Abitibi-Consolidated Inc. – schloss das Werk anno 2003, 2006 wurden die Anlagen geschleift [3].
Quellen:
[1]…Diapositiv der Österreichischen Lichtbildstelle, 1934-38, handbeschriftet. Eigentum schlot.at-Archiv (2022)
Luftaufnahme [1] des 1916 als Militärbasis gegründeten [2] Amsterdamer Flughafens Schiphol.
Per 01.04.1926 wurde die bis dahin militärisch organisierte Flughafenverwaltung in die Hände der Stadtverwaltung Amsterdam übergeben [3].
Die Aufnahme [1] zeigt den jungen Zivilflughafen mit dem ersten, ab 1926 errichteten Terminal, dem ersten errichteten Tower [3] und vier Hangars, davon einer mit großflächiger Dachbeschriftung des damals bereits niederländischen Flugzeugherstellers „FOKKER“. Markant erscheint auch der weiße Schriftzug „AMSTERDAM“ am Rollfeld gegenüber Terminal 1.
Die Geschichte von AMS/EHAM umreißt Quelle [3].
Ein Lageplan des Airports in seiner heutigen Form finden sich in Quelle [4].
Quellen:
[1]…Diapositiv der Österreichischen Lichtbildstelle, nach 1925, vor 1934, handbeschriftet. Eigentum schlot.at-Archiv (2022)
Ansicht der ehemaligen Maschinenfabrik Tampella in Tampere, Finnland [1]. Der 1861-1991 bestehende Konzern widmete sich schwerpunktmäßig dem Maschinen- bzw. Lokomotivbau und der Rüstungsindustrie [2].
Ansicht der historischen Gebäudefront der Baumwollweberei Finlayson [1].
Das 1820 gegründete Unternehmen [2] besticht durch seine jeher hohe Innovationsfreudigkeit wie etwa die Erstinstallation von elektrischem Licht in der nordischen Region (!) anno 1882 [3].
In jüngster Zeit wird Wert auf umweltschonende Projekte wie Textilrecycling (2015), den Verzicht auf Kunststoff und die Verwendung von Bio-Baumwolle [3] gelegt.
Weitere Umweltschutzmaßnahmen betreffen die ausschließliche Nutzung erneuerbarer Energie an den finnischen Standorten und die Unterzeichnung eines finnischen Wasserschutzabkommens 2018 [4].
Luftbild [1] der MGM-Studios in Culver City, nach 1924 [2].
Der Name “Metro Goldwyn Mayer” ist am Foto deutlich zu erkennen und wurde erst nach der dritten Fusion 1925 verwendet.
Ein guter zusammenfassender Artikel über die Studios mit einem wohl falsch datierten Luftbild (?1924, aber deutlich mehr Umgebungs-Bebauung als das obige Bild) findet sich in Quelle [2].
Quellen:
[1]…Diapositiv der Österreichischen Lichtbildstelle, nach 1924 und vor 1934, handbeschriftet. Eigentum schlot.at-Archiv (2022)
[2]…Brammer, Emily. “Sony Pictures Studios (Previously Metro-Goldwyn-Mayer Studios).” Clio: Your Guide to History. April 18, 2018. Accessed December 30, 2022. https://www.theclio.com/entry/56162
Die Eisenverarbeitung in und um Bilston ist bereits im 17. Jahrhundert dokumentiert. Im Zuge der industriellen Revolution wurden in Bilston bedeutende Stahlwerksanlagen samt Hochöfen eingerichtet [2].
Die am obigen Luftbild ersichtlichen Anlagen (langgestreckte Werkshalle mit links vorgelagerten Kaminen) sind auf einem späteren Plan der Stahlwerke relativ gut verortbar [3].
Die Bilston Steel Works wurden 1979 geschlossen [4].
Quellen:
[1]…Diapositiv der Österreichischen Lichtbildstelle, 1934-38, handbeschriftet. Eigentum schlot.at-Archiv (2022)
Glasdiapositiv [1] um 1930, Fischereihafen von Lowestoft, East of England.
Der Hafen wurde 1837 von der Norwich and Lowestoft Navigation Company gegründet. Die Fischereiflotte hatte bereits bald rege Handelskontakte nach Holland und Dänemark [2] und war zeitweise die bedeutendste Heringsfangflotte des Landes [3].
Die wachsende Bedeutung des Hafens ermöglichte der Stadt den Aufbau einer eigenen Werft und weiterer Industriebetriebe [2].
Die Fischerei war bis in die 1960er Jahre der wichtigste Wirtschaftszweig der Stadt [4].
Quellen:
[1]…Diapositiv der Österreichischen Lichtbildstelle, vor 1934, handbeschriftet. Eigentum schlot.at-Archiv (2022)
Beklemmende Fotodokumentation [1] einer fabriksinternen Luftschutzübung, um 1938. Die Übungsannahme besteht offenbar aus einem Bombardement einer Fabrik samt Gasangriff. Nach einer Einführung und der Präsentation diverser Schutzausrüstungsgegenstände wie Gummianzüge, Gasmasken, Helme und Tornister der Hersteller Degea Gasschutz Ges.b.m.H. Wien und Auergesellschaft Berlin werden folgende Aufgaben – meist unter Atemschutzbedingungen – geübt:
Annäherung zu Verletzten
Verletztenbergung
Erste Hilfe
Umgang mit Blindgängern (Splitterschutz)
Verletztenbergung aus einem Keller-Notausstieg
Dekontamination des Werksgeländes nach dem Angriff
Entlüftung des Kellers mittels Raumentlüfter
Einführung
Schutzausrüstung
Detail
Degea – Produkte
Alarmtrupp-Luftschutzgeräte
Vergatterung
Übungsbeginn
Annäherung unter Hindernissen
Verletztenbergung
Verletztenbergung
Erste Hilfe
Blindgänger vor Notausstieg
Splitterschutz
Aufbrechen des Notausstiegs
Verletztenbergung aus Keller
Verletztenbergung aus Keller
Dekontamination
Dekontamination
Dekontamination
Kellerentlüftung
Quellen:
[1]…Konvolut an Zelluloid- und Glasnegativen, Kleinformat, teils entwickelt. Eigentum schlot.at (2022)
Großformatiges Foto [1] eines der beiden größten je gebauten Luftfahrzeuge [2], des Starrluftschiffs [3] LZ 129 (Hindenburg).
Das Foto zeigt die Zeppelinwerft in Friedrichshafen [4] mit dem LZ 129 in Konstruktion.
Es zeigt die komplexe, 36eckige Konstruktion des 245 m langen (!), 41,2 m Durchmesser aufweisenden Zeppelins, der seine Jungfernfahrt nach etwa 5jähriger Bauzeit im Frühjahr 1936 absolvierte und anno 1937 in den USA abstürzte [2].
Quellen:
[1]…Pressefoto 215 x 163 mm auf Agfa Lupex, Skandinaviske/Berliner Korrespondenz, Berlin W. 15, Xantenerstr. 4, Nummer 66239; handschriftlicher Vermerk: „LZ 129: Schiffsgerippe mit fertiger Bugspitze“. Eigentum schlot.at-Archiv (2022)
Zwei Amateur-Fotos [1] aus der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Zu sehen sind Aufräumarbeiten durch Trümmerfrauen [2] im verbauten zerbombten Stadtgebiet.
Im Zuge dieser Arbeiten wurden Schuttberge beseitigt und noch brauchbare Ziegel und andere Baumaterialien aussortiert.
Dass trotz dieser Schwerstarbeit, der durchlebten Kriegszeit und der gerade erlebten bitterarmen Nachkriegstage am Foto gelacht wird, offenbart den gefährlichsten Feind autoritärer Regime und entbehrungsreicher Zeiten: Den Humor.
Literaturtipp: Frauen der ersten Stunde 1945-1955, Europaverlag Wien-München-Zürich (1985), 234S; ISBN 3-203-50924-5
Quellen:
[1]…Kontaktkopien 6 x 9 cm auf RIDAX (Hochformat) bzw. ungelabelt (Querformat), Eigentum schlot.at-Archiv (2022)