Foto 80×53 mm (Agfa Lupex) aus dem 2. Weltkrieg, ohne weitere Beschriftung. Möglichweise in Osteuropa. Wer kennt Personen oder die Fabrik im Hintergrund? Besserer Scan möglich.
This photo was taken during world war II, probably in Eastern Europe. If you have any informations about the persons or the buildings shown on the slide, please don’t hesitate to contact us. Need a better scan? Just let us know. Size 80×53 mm, paper: Agfa Lupex
2 zusammengehörige Werksfotos, Standort und Aufnahmedatum unbekannt. Vermutlich Österreich um 1900. Die abgebildeten mwhe als mannshohen Transmissionsantriebe und die im Nebenraum (Kesselhaus) lauernden Dampfkessel sind eindrucksvoll.
Die Dampfmaschine bzw. die Wasserrohrkessel nach Patent Babcook-Wilcox stammen von der Ersten Brünnen Maschinenfabriks-Actiengesellschaft – damals ein Global Player auf dem Maschinenmarkt – und stammen gemäß dem schlecht lesbaren Typenschild aus 1894. Erzeugt wurden sie ab 1890 [1]
Fotos 230x180mm bzw. 370x280mm im eigentum des Schlot-Archives.
Foto 220×170 mm, datiert 1929, von einem Werksbesuch der 1927 gegründeten Stickstoffwerke Rauxel. Die Werke wurden durch die Klöckner – Werke und die Wintershall AG gegründet. Das Werk steht in unmittelbarem Zusammenhang mit Kohle- bzw. Koksverarbeitung.
Das Gelände im Hintergrund ist als Gaswerk bzw. Raffinerie erkennbar. Deutlich erkennbar ist ein Gasbehälter im linken Hintergrund sowie die Gerüste eines zweiten Gasometers; ferner mehrere für Raffinerien typische Fraktioniertürme rechts hinter der eingeschossigen Backsteinhalle; auch die Industriegleise am Gelände und der werkseigene Güterwaggon samt Aufschrift sind gestochen scharf auszumachen.
Die Industriewerke Arsenal waren die auf Friedensproduktion umgerüsteten Werkstätten des Artillerie-Arsenals Wien. Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg durften in Österreich vorerst keine militärischen Waffen mehr erzeugt werden.
Die Umstellung auf Alternativprodukte wurde von großen Teilen der Arbeiterschaft aus Angst vor weiteren Arbeitsplatzverlusten (20.000 Beschäftigte im Krieg, Reduktion auf 3.000 Arbeiter 1919) boykottiert. Die Industriewerke waren daher praktisch nicht produktiv, sondern eher Keimzelle für revolutionäre Ideen der Arbeiterschaft.
1921 wurde der Betriebskomplex in Österreichische Werke Arsenal umbenannt, ab 1922 tatsächlich Friedensartikel hergestellt – siehe letztes Bild und Detailansicht des Kanaldeckels. Nach starken Absatzschwankungen in den 1920er Jahren wurden die Werke 1934 politisch motiviert geschlossen. [1]
Das erste der drei vorliegenden Dokumente stammt aus der schwierigen unmittelbaren Nachkriegszeit – 1919/20 – also aus der revolutionär gesinnten Zeit der Industriewerke Arsenal – siehe zwei Stempel im Dokument.
Leg. Industriewerke 1919
Leg. Technikum 1922
Leg. Technikum 1922
SDAP-Ausweis
Kanaldeckel 1928 der Österr. Arsenalwerke in 1190, Kahlenbergerdörfl
Detail
Legitimation der Industriewerke Arsenal Nr. 4056 von Michael Barczyzyn, geboren zu Lemberg (heutige Ukraine) 1874. Ohne Datum, wohl 1919 oder 1920. [1] Er war in den Industriewerken Arsenal (zumindest offiziell) als Tischler gemeldet. Eigentum schlot.at-Archiv (2022)
Legitimation des Elektro- u. Maschinenbau-Technikums Wien X, Arsenal,Nr. 30 ex 1922. Eigentum schlot.at-Archiv (2022)
Parteibuch der SDAP (Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschösterreichs), selber Nachname wie erstgezeigter Ausweis, Ausstellungsdatum 04.02.1928. Die fehlenden Mitgliedsbeiträge ab 1934 sprechen eine beredte Sprache. Eigentum schlot.at-Archiv (2022)
Wohl einer der zeitgeschichtlich interessantesten Schlote in Wien und ganz Österreich: Dieser Kamin gehört zur Heizungsanlage der Bunker unter den Flaktürmen im Arenbergpark. Danke für diese Mitteilung an Hrn. Hauer, Bezirksmuseum Wien III. (Email vom 18.10.2010). Schlot am besten einsehbar zwischen Dannebergplatz und Flakturm Ost. Foto MM (2010).
Mehr Infos über die eigentlichen Flaktürme in Wien und im Arenbergpark:
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass wir uns von etwaigen politischen Inhalten – in oder zwischen den Zeilen – dieses und aller anderer Links d i s t a n z i e r e n ! Dies ist eine reine Dokumentationsseite. Etwaige einschlägige politische Kommentare werden ausnahmslos gelöscht.
Kurzer, aber mächtiger Schlot des Heizhauses des Sozialmedizinischen Zentrums Ost. Von der Wulzendorfstraße sehr gut einsehbar. Nunmehr mittels U2 sehr gut erreichbar.
Eines der wichtigsten Verpackungsglaswerke in Österreich. Das Glasmacherzeichen der Vetropack sieht man auf vielen Lebensmittel – Gläsern. Schauen Sie einmal auf obiges Foto und suchen Sie das Zeichen bei Ihnen im Kühlschrank.
Foto des nie in Betrieb gegangenen AKW Zwentendorf an der Donau und des 110m hohen Schlotes [1]. Die Abstimmung vom 05.11.1978 gab den Ausschlag, das AKW nicht gemäß seiner Bestimmung zu nutzen. Derzeit wird es als Photovoltaikanlage der EVN genutzt.
Mehr zu den technischen Details sowie der Geschichte des AKW hier.
Ansichtskartenteil ohne Verlagsangabe, zeigt die zweite von sieben Thonet-Möbelfabriken etwas nördlich von Zlín. Gelaufen 1914.
Die Fabrik wurde 1860 oder 1861 gegründet. Noch heute werden am Standort edle Biegemöbel erzeugt.
Anbei ein Foto eines Stuhles von Thonet aus der Zwischenkriegszeit. Gemarkt wurden die Produkte mit Zetteln und Brandstempeln. Di Datierung nach 1918 geht aus der Art des Etiketts bzw. der Schutzmarke und der Dimension des Brandstempels hervor.
Fabriksansicht, ca.1914
Brandstempel
Zettel auf Boden, Brandstempel auf innerem Bodenrahmen
Colorierte AK der Kunstmühle im mährischen Lundenburg, seit 1918 lieberBřeclav genannt. Mühle steht noch, Schlot nicht mehr. AK 138x90mm über Zensurstelle Brünn nach Hamburg gelaufen am 17.02.1915, heute im Eigentum des Schlot-Archives.
Um welche Fabrik es sich bei diesem besonders interessant wirkenden Objekt handelt, ließ sich leider bislang nicht herausfinden. Aufgrund von etwas widrigen Witterungsbedingungen habe ich das Gelände auch nicht näher erkundet und mich auf Fernaufnahmen vom anderen Ufer des Waagflusses beschränkt. Wie man auf dem Satellitenbild erkennen kann, handelt es sich um einen ziemlich kompakten Gebäudekomplex.
Zwei Schlote sind zu erkennen, davon einer mit integriertem Wasserbehälter (vermutlich). Um einen Filter wird es sich dabei wohl eher nicht handeln. Wer Genaueres zu dem Betrieb weiß, möge sich bitte melden!
Die Abgrenzung fällt bei Fabriksarealen dieser Größe bekanntlich äußerst schwer. Bei der Odes Autofabrik “Odes`kyj avtozborochnyj zavod LLC” ist jedenfalls von einem größeren Standort auszugehen, sodass auch die Schornsteine auf den folgenden Fotos diesem Unternehmen zugeordnet werden können.
Fotos: CS (04/2010)
Der Link zur Unternehmenswebsite (http://www.odaz.com.ua), der auch im entsprechenden Eintrag im Branchenverzeichnis (sectorpages.com) angeführt ist, funktioniert leider nicht. Möglicherweise ist dies ein Hinweis darauf, dass die Unternehmenstätigkeit eingestellt worden sein könnte.
Aus dieser Quelle stammt auch folgende Beschreibung der Firma:
The Odessa Car Assembly Factory was established in 1945 and since then it has developed and gained the experience in the field of motor transportation The company focuses on adapting the modern motor transportation techniques matchable to all standards and technical requirements. The company’s long experience guarantees not only its sacrifice for work and clients, but also high quality and reliable service.
Aktuell ist auf diesem Areal ein Unternehmen tätig, das sich Landschaftsbau und Gärtnerei widmet. Diese Info konnte dem Branchenverzeichnis telefon.co.ua entnommen werden.
Die genaue Anschrift lautet: ул. Водопроводная, 15
Die Beschreibung (lt. Übersetzung durch Google Translate):
Dem entsprechend passt auch das überaus grüne und recht freundlich gestaltete Betriebsgelände, auch wenn man sich hierzulande wohl anderes unter einem attraktiv gestalteten Garten vorstellt 😉
Anfangs irreführender Recherche-Ergebnissen (www.tehprom.com.ua, Fabrik für Asbestzement-Erzeugnisse) sind jedoch hiermit trotz Namensähnlichkeit widerlegt.
Mehr als der Standort ist auch zu dieser Fabrik nicht bekannt. Sie liegt inmitten von Gleisanlagen in der Nähe des Bahnhofs “Odesa Mala”. Besonders schön bei diesem Betrieb ist das charakteristische Fabriksdach.
Fotos: CS (04/2010)
Über Hinweise zu dieser und den beiden anderen hier vorgefundenen unbekannten Fabriken (Mechnykova Str. und Odesa Mala I) würden wir uns sehr freuen!
Eine weitere unbekannte Fabrik ist im Umfeld von Mechnykova und dem kleinen Bahnhof “Odesa Mala” zu finden. Das Ensemble mit altem und neuem Schlot macht einen sehr stimmigen Eindruck. Der Rauch deutet darauf hin, dass der Betrieb noch aktiv ist.
Keine Informationen liegen uns zu dieser Fabrik an der Mechnykova Straße vor. Betrachtet man das Umfeld, so kann man feststellen, dass es sich um ein großflächiges altes Industrieareal handelt. Dazwischen befinden sich Gassen mit kleinen Häuser, die leicht dörflich anmuten. Auch die beiden folgenden Betriebe, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum kleinen Bahnhof “Odesa Mala” sind in dieser von mir als unstrukturiert, chaotisch aber generell friedlich wahrgenommenen Gegend zu finden.
Dieser von der Dimension her gewaltige Betrieb – heute OJSC “Stalkanat” genannt – findet sich etwas süd-westlich des Bahnhofs.
Das Areal wird durch eine Straße grob gesagt in eine Nord- und eine Süd-Hälfte geteilt. Verwaltungsgebäude und Haupteingang liegen im nördlichen Teil. Produziert wurden und werden noch immer Stahlseile und -drähte.
Als Gründungsjahr gilt 1806, allerdings befand sich die ursprüngliche Fabrik an einem anderen Standort, an dieser – mir persönlich gut bekannten – Kreuzung (siehe Google Maps). Der heutige Straßennahme “Kanatnaya” (Seilstraße) deutet darauf hin. Wann der heutige Standort bezogen wurde, lässt sich nicht klar aus der Quelle ermitteln, möglicherweise 1925 im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau, nach dem Entstehen der Ukrainischen Sozialistische Sowjetrepublik 1919 und deren Eingliederung in die 1922 gegründete UdSSR (siehe de.wikipedia.org).
Quelle und weitere Infos zum Unternehmen und dessen Geschichte finden sich auf der Unternehmenswebsite (auf Englisch).
Direkt neben dem abgegrenzten Bahnhofsgelände, am Ende des Bahnsteigs liegt diese unbekannte Fabrik. Besonders gut lässt sie sich vom Bahnsteig des Kopfbahnhofs Odessa (hier leider mit starkem Gegenlicht, Fotos 1-4) sowie von der Fußgänger-Gleisüberführung (Fotos 5-9) fotografieren. Als Erbauungsjahr kann 1901 angenommen werden (Foto 4). Mehr ist derzeit über den einfach, aber stilvoll gestalteten Schlot und die entsprechende Fabrik nicht bekannt.