NO | Bergen | Hanse-Viertel Bryggen | Gewerbebetriebe | um 1925

Amateurfotografie [1] des historischen Hanseviertels von Bergen/Bryggen, um 1925.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Graphisch ergiebig scheinen die Geschäftsfassaden mit ihren typographisch reichhaltigen Aufschriften – vergleiche dazu denselben Fotostandort etwa 100 Jahre später – Stand vom September 2023.

Zu erkennen sind folgende Gewerbebetriebe (2023 in Klammer) [1/2]:

  • Math. Mikkelsen A/S (heute Radisson Blu)
  • B. Tvedt (heute Radisson Blu)
  • A/S Mercator – Rørhandel & Sanitærartikler (heute Radisson Blu)
  • Skibsproviant/Mashin&Motorrolier/Skipshandel (heute Radisson Blu)
  • Jens Ludvigsen (heute Madam Felle und Bryggen Nightclub)
  • Olaf Runshaug (heute Marlink und Baker Brun)
  • Wallendahl & n (heute Network Chartering Int und Juhls’ Silver Gallery)

Quellen:

[1]…Fotografie “Alte Hansehäuser”, topographisch zugeordnet und Eigentum von Archiv schlot.at (2024)

[2]…Google Street View (07.03.2024)

CUBA | Nuevitas | Puerto de Pastelillo | Güterbahnhof | 1922

Foto des Güterbahnhofs beim cubanischen Hafen Pastelillo [1].

Die Anlage liegt an der Eisenbahnlinie Camagüey-Nuevitas [2] und kann noch nach 100 Jahren trotz fehlender Gebäude und einzelner Gleise eindeutig verortet werden [3]. Quelle [3] zeigt, dass die Anlage unmittelbar an das (laut CIA -Bericht 1980 [4] größte cubanische Öl-Tanklager Nuevitas angrenzt.

Erkennbare Waggontypen:

  • Tankwagen, markiert mit “CUBA”
  • Tankwagen „SINCLAIR OILS
  • Werkstättenwagen („Talleres“), markiert mit “CUBA”
  • offene Güterwagen, markiert mit “CUBA”, mit inhomogenem Schüttgut (Erz?)
  • geschlossene Güterwagen, markiert mit “CUBA”
  • Flachwagen

Quellen:

[1]…Foto-Postkarte, Pastelillo Oriente, AZO (Version 1918-1930), beschriftet mit „Georgina Mateos S. / Abril 1922, Eigentum Archiv schlot.at (2024)

[2]…wiki/Bahnstrecke Camagüey – Nuevitas 20.01.2024

[3]…Google Maps-Pastelillo, 20.01.2024

[4]…CIA-Bericht ALA82-10017, 02/1982, geheim; entklassifiziert am 02.09.2007, S. 14, 20.01.2024

AT| 1170 Wien | Wickenhauser‘s Brotwerke | um 1925

Fotografie [1] der Brotwerke Wickenhauser, Hernalser Hauptstraße 125, um 1925. Beachtenswert sind die hohen, vertikal gegliederten Fenster, die einen relativ großen Eintrag von Tageslicht gewährleisten. Der geschmackvoll gestaltete Art-Deco-Schriftzug aus Versalien rundet den Industriebau architektonisch ab.
Die Aufnahme zeigt anscheinend den Innenhof der Liegenschaft, wo mehrere Fässer und Großgebinde gelagert sind.
Auffällig ist ein retuschierter Bereich links am Foto; über dem links stehenden Ölfass wurde ein schräg überdachtes Lager durch graphische Anpassung an die dahinter befindliche Wandstruktur getarnt.

Der Erstnachweis des Betriebs datiert mit 1908 [2]: Wickenhauser Johann, Bäckergewerbe und Gemischtwarenverschleiß, XVII/3, Hernalser Hauptstraße 125.

1942 ist der Eintrag auf die Bezeichnung „Bäckerei“ reduziert [3]: Wickenhauser Johann, Bäckergewerbe XVII, Hernalser Hauptstraße 125. Inhaber Josefine Doujak.

Der Letztnachweis liegt derzeit im Jahr 1953 [4]: Wickenhauser Johann, Schwarz-, Weiß- und Feinbäckerei, Wien XVII, Hernalser Hauptstraße 125.

Quellen:
[1]…Fotografie von H. KATZER, Wien XVII, Kulmgasse 43. Eigentum Archiv www.schlot.at (2022)
[2]…Adolph Lehmann’s allgemeiner Wohnungs-Anzeiger : nebst Handels- u. Gewerbe-Adressbuch für d. k.k. Reichshaupt- u. Residenzstadt Wien u. Umgebung, 1908, Band 1, S. 447
[3]…Wiener Adreßbuch 1942 (ohne letzte Eingemeindung), 83. Jahrgang, Erster Band, Verlag August Scherl Nachfolger, Wien, S. 79
[4]…Allgemeines Telephonbuch von Wien 1953, II. Teil: Berufs- und Branchenverzeichnis; Post- und Telegraphenverwaltung, Wien, S. 71

NL | Amsterdam | Flughafen Schiphol | AMS/EHAM | ca. 1930

Luftaufnahme [1] des 1916 als Militärbasis gegründeten [2] Amsterdamer Flughafens Schiphol.

Per 01.04.1926 wurde die bis dahin militärisch organisierte Flughafenverwaltung in die Hände der Stadtverwaltung Amsterdam übergeben [3].

Die Aufnahme [1] zeigt den jungen Zivilflughafen mit dem ersten, ab 1926 errichteten Terminal, dem ersten errichteten Tower [3] und vier Hangars, davon einer mit großflächiger Dachbeschriftung des damals bereits niederländischen Flugzeugherstellers „FOKKER“. Markant erscheint auch der weiße Schriftzug „AMSTERDAM“ am Rollfeld gegenüber Terminal 1.

Die Geschichte von AMS/EHAM umreißt Quelle [3].

Ein Lageplan des Airports in seiner heutigen Form finden sich in Quelle [4].

Quellen:

[1]…Diapositiv der Österreichischen Lichtbildstelle, nach 1925, vor 1934, handbeschriftet. Eigentum schlot.at-Archiv (2022)

[2]…Schiphol auf Wikipedia (08.01.2023)

[3]…Schiphol – Geschichte (08.01.2023)

[4]…Schiphol – Orientierungsplan (08.01.2023)

DE | BOT | Bottrop | Ziegelwerk Heiermann | um 1925/30

Historische Aufnahme [1] des Bottroper Ziegelwerkes Wilhelm Heiermann & Co. GmbH. Hinter den Arbeitern bzw. Angestellten ist ein holzverkleideter Ziegelofen mit zentralem Schornstein zu erkennen. Die Anordnung lässt auf einen Hoffmann‘schen Ringofen schließen.

Im Zuge der Recherchen konnten Nachweise des Betriebes von 1913 bis 1953 gefunden werden [2]. Die Rechtsform des Unternehmens “Co. GmbH”, die am gegenständlichen Foto ersichtlich ist, wird in der Quelle [2] anno 1930 erwähnt.

1971 wurde am mittlerweile aufgelassenen Ziegeleigelände der Fa. Heiermann (1939: Paulstraße 69a [2], 2022:Gustav-Ohm-Straße 65 [3]) der Neubau des Heinrich-Heine-Gymnasiums der Stadt Bottrop realisiert [4].

Die Lehmgrube am Ziegeleigelände war mehrmals Fundort paläontologischer Belege (Belemniten und Ammoniten) [5].

Quellen:

[1]…Echtfoto-Ansichtskarte 138 x 88 mm, Eigentum schlot.at-Archiv (2022)

[2]…https://www.lwl.org/hiko-download/HiKo-Materialien_013_(2017).pdf (16.09.2022)

[3]…https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich-Heine-Gymnasium_(Bottrop) (16.09.2022)

[4]…https://hhg-bottrop.de/wp-content/uploads/2016/02/HHG-Chronik.pdf (16.09.2022)

[5]…https://www.lwl.org/wmfn-download/Geologie_und_Palaeontologie_in_Westfalen/GuP_Heft_67.pdf (16.09.2022)

USA | FL | Everglades | Sugar refinery | Zuckerraffinerie | um 1930

Diapositiv um 1930 [1] einer trostlosen Szene aus den Everglades: Außenaufnahme einer Verarbeitungsstätte für Rohrzucker westlich von Miami. Die Arbeiter:innen auf dem Bild sind der damals unverblümt schlechter gestellten dunkelhäutigen Bevölkerung zuzuordnen. Die Schwellen der Zuckerrohr-Schleppbahn bieten die einzige Möglichkeit, sich am sumpfigen Werksgelände trockenen Fußes zu bewegen. Fässer, Holzplanken und Gerümpel lagern wahllos am Freigelände. Von der Schleppbahn aus bestehen schmalspurige Stichgleise zu den niedrigen Produktions- bzw. Manipulationsgebäuden. Am Rande der Szene liegt ein unbenutztes Boot und ein einfaches Lokomobil mit Waggon belegt eines der Schmalspurgleise im rechten Mittelgrund. Im Hintergrund liegen neben den Werksgleisen die endlosen Weiten der Zuckerrohranbauflächen.

Die Everglades sind noch immer Intensiv-Anbaufläche für Zuckerrohr [2].

Quellen:

[1]…Diapositiv der Österreichischen Lichtbildstelle, vor 1934, handbeschriftet. Eigentum schlot.at-Archiv (2022)

[2]…Florida Bulldog (29.08.2022)

AT | BL | Trautmannsdorf an der Leitha | Seidl-Mühle | um 1930

Echtfoto der Seidl-Mühle in Trautmannsdorf an der Leitha [1].

Seidl-Mühle, um 1930

Kurzer Abriss der Mühlengeschichte

1850: Gründung [4] [6]
1901: Errichtung eines Gutshofs durch den Mühlenbesitzer Karl Seidl [2]
1903: Trautmannsdorf/Müller: […] protokollierte Firma Ig. Seidl & Sohn, Inh. Seidl Karl [3]
1925: Ig. Seidl & Sohn, Dampf- und Kunstmühle (Gründung 1850 resp. 1923). Niederlassungen: Mödling, Bruck an der Leitha. Vertretungen: Wien, Baden, Neunkirchen. Inhaber: Ignaz Seidl und Hugo Rössler […] 50 Arbeiter, Dampf- und Wasserkraft 525 PS. [4]
1945: „[…] 1945 wurde sie [die Mühle, Anm.] von der SS angezündet, ein Schutthaufen blieb zurück. Die Mühle wurde nicht mehr aufgebaut. […]“ [5]
1959: Ig. Seidl & Sohn, Dampfmühle (1850). Inhaber: Hermine Rössler [6]
1976: kein Nachweis mehr [7]

Quellen

[1]…Fotopostkarte ohne Verlagsangabe, 128 x 79 mm: „Trautmannsdorf a.d.L., Leitha-Fluss m. Seidl-Mühle.“, Eigentum schlot.at-Archiv.
[2]…Herminenhof, https://herminenhof-schnitzer.at/der-herminenhof/ 11.12.2021
[3]…Österreichischer Zentralkataster sämtlicher Handels-, Industrie- und Gewerbebetriebe […]. II. Band Niederösterreich. Erste Ausgabe, Volkswirtschaftlicher Verlag Alexander Dorn, Wien, 1903; S 527
[4]…Industrie-Compass Österreich 1925/26, Band I; Compassverlag, Wien; S 1023
[5]…MAURER, A. (2009): Erinnerungen. Böhlau Verlag Ges.m.b.H. und Co. KG, Wien/Köln/Weimar; S 12
[6]…Industrie-Compass Österreich 1959; Compassverlag, Wien; S 1663
[7]…Industrie-Compass Österreich 1976 ; Compassverlag, Wien; S 1667

AT | MT | Steirische Gußstahlwerke AG | 1932

1906 wurde in Judenburg die Steirische Gußstahlwerke AG gegründet [1].

1925 wurde das Unternehmen mit Sitz in Wien wie folgt beschrieben: „1300 Beamte und Arbeiter. Erzeugnisse: Schnellarbeitsstähle, Sonder- und Werkzeugstähle, Baustähle, Autofedern aus Spezialstahl, Schmiedestücke. Telegrammadresse: „Styriastahl“ [2].

Das vorliegende Foto aus 1932/33 [3] zeigt die Industrieanlage mit der 1932 neu errichteten und erst 2010 erneuerten Murbrücke im Vordergrund [2].

Während des 2. Weltkrieges wurde die Werksanlagen den „Reichswerken Hermann Göring“ einverleibt und im Ostteil erweitert [4].

1959 waren die Werke Teil der ÖAMG [5].

1975 wurde die Steirische Gußstahlwerke AG im Zuge der Verstaatlichung dem VÖEST-Tochterkonzern VEW eingegliedert [6].

Als Stahl Judenburg GmbH bleibt man derzeit der bereits 1925 als Kerngeschäft betriebenen Erzeugung von hochqualitativem Baustahl und High End-Produkten für die Automobilindustrie treu [7].

Quellen:

[1]…ROW GmbH, 19.04.2021

[2]…COMPASS VERLAG (1925). Industrie-Compass Österreich 1925/26, Band II, S. 421, 436

[3]…Ansichtskarte 621-22 bzw. 621D „Judenburg – neue Brücke“, Frank-Verlag Graz 1932-33, Eigentum schlot.at (2020)

[4]…geheimprojekte.at, 19.04.2021

[5]…COMPASS VERLAG (1959). Industrie-Compass Österreich 1959, S. 394, 398

[6]…aeiou.at, 19.04.2021

[7]…Stahl Judenburg GmbH, 19.04.2021

CZ | Chomutov | Tischlerei Franz Moltré | Möbelentwürfe | Art Déco

Von einem gewissen Franz Moltré, Beethovenstraße 24, Komotau (heute Chomutov) sind 8 Art Déco-Möbelskizzen und ein Briefumschlag aus der Zwischenkriegszeit ins schlot.at-Archiv gelangt [1].

Eine Nachfrage bei der Stadtverwaltung ergab folgende Auskunft:

+++Aus dem Adressbuch der Stadt Chomutov geht ervor, dass Franz Moltré von etwa Mitte der  1920er Jahre bis zum Zweiten Weltkrieg eine Tischlerei im Haus Nr. 948 an der Ecke Školní und Beethovená betrieb. Er ist nicht im Verzeichnis der im Zuge der Beneš-Dekrete vertriebenen Deutschen verzeichnet. [2]+++

Ein Vergleichsstück des unten erstabgebildeten Art-Déco-Entwurfes (allerdings von  Jindřich Halabala) fand Constanze C. Czutta (schlot.at) hier [3].

Wer hat weitere Informationen zu Franz Moltré und seiner Existenz nach 1938?

Quellen:

[1]…Acht Pauspapier-Skizzen von Franz Moltré bzw. dessen Werkstatt und ein Briefkuvert. Eigentum schlot.at-Archiv (2017)

[2]…Email der Stadtverwaltung der Statutarstadt Chomutov vom 13.04.2017

[3]…theoldcinema London, 03.12.2017.

 

 


	

PL | SC | Częstochowa | Altes Kraftwerk

Kleine Fotodokumentation [1] des alten Kraftwerkes in Częstochowa. Der Kamin wurde angeblich 1925 errichtet und ist nicht mehr in Betrieb [2].

Am Luftbild [3] kann man ein veraltetes, aber noch weitgehend komplettes und eingefriedetes Kraftwerksgelände erkennen. Das Kraftwerksgelände verfügt im Süden über einen sich am Gelände verzweigenden Gleisanschluß. Das östliche Gleis führt zu einem hohen Gebäude, von dem aus Förderbänder in das Kraftwerksgebäude führen [3]; somit dürfte früher eine direkte Kohle-Einbringung aus Waggons oder Abfallverbringung aus dem Werk mittels Waggons bestanden haben.

Ein neues Kraftwerk des Unternehmens FORTUM etwas nördlich des alten Standortes versorgt nun die Stadt, Angaben über Leistung und Emissionen finden sich in Quelle [3].

Das Interessante am alten Kraftwerkskamin mit seinem rot-weiß-gestreifen Abschluss ist seine geografische Lage, nämlich am Ostende einer Sichtachse durch die Stadt, deren westlicher Ast eine breite Straße darstellt, die den internationalen Pilgerströmen der Erreichung des Wallfahrtsortes Jasná Gora dient. Dieses Kloster liegt weit über der Stadt; blickt man von dort aus Richtung Osten, erhebt sich in der Sichtachse der Straße quasi als säkularer Gegenpol der (nicht mehr rauchende) Kamin des alten Kraftwerkes. Welch Kontrapunkt, der den Verfasser spontan an den Titel Les Cathedrales de l’Industrie / Malicorne / erinnert.

Czestochowa_001 Czestochowa_002 Czestochowa_003 Czestochowa_004 Czestochowa_005 PL-czestochowa_105

Quellen:

[1]…Fotos Mag. Rochus HETZENDORFER (2016)

[2]…mojaczewa.wordpress.com, 21.08.2016

[3]…Google Maps, 21.08.2016

[3]…fortum.com, 21.08.2016.

AT | 1150 Wien | urban fonts 1 | Wäscherei VELOX

Das haptisch interessanteste Schlot-Projekt 2015:

Die Rettung eines absturzgefährdeten 20er Jahre-Schriftzuges aus Wien 15., Märzstraße 102, Ecke Sturzgasse.

Die mittlerweile seit einigen Jahren geschlossene Wäscherei VELOX wurde 1951 als “VELOX – Rudolfsheimer Automatenwäscherei Richter & Co., Komm.-Ges.” mit der Adresse Wien 15., Märzstraße 102 gegründet [1].

Der geborgene Schriftzug aus Aluminium-Guss dürfte aufgrund typographischer Gleichheit mit mehreren Objekten der 1920er Jahre (mehrere Gemeindebauten in Wien, Strombad Kritzendorf) den späten 1920er Jahren entstammen und bereits von einem Vorgängerbetrieb der (Nachkriegs)-VELOX benutzt worden sein.

Nach Entdeckung des Schriftzuges im März 2015 wurde dieser einer ersten Sichtung unterzogen und dessen akute Absturzgefahr erkannt. Nach  Kontaktaufnahme mit der zuständigen Hausverwaltung konnte vereinbart werden, dass schlot.at den Schriftzug als Gegenleistung für die Abwendung der Gefahr allfälliger herabstürzender Metallkonstruktionen behalten darf. Hier sei Fr. Elvira SPANNY herzlich für ihr Engagement und die diesbezügliche Vertragsaufsetzung gedankt.

Mithilfe einer Flex und einer Leiter von Univ. Ass. Mag. Dr. Robert PETICZKA und der nötigen Stromversorgung vom benachbarten Friseursalon ELFI (Inh. Susanne SCHMID) ging es am 18.04.2015 mit allen drei damaligen schlot.at – Protagonisten WH, CS und MM zur Sache. Susanne MARKYTAN sorgte für die professionelle Fotodokumentation der Angelegenheit vor Ort. Die folgende Fotostrecke [2] zeigt den ursprünglichen Zustand der Lettern und die langwierige Arbeit daran bis zu deren Sanierung und Archivierung durch schlot.at.

Nochmals vielen Dank an alle, die diese Rettung von typographischem und gewerbegeschichtlichem Kulturgut unterstützt haben.

Quellen:

[1]…COMPASS VERLAG (1959): Industrie-Compass Österreich 1959, Wien. 1373

[2]…Fotos der Arbeiten am Objekt von Mag. Susanne MARKYTAN

 

 

DE | NE | Neuss | Fabriksbrand um 1925

DE-neuss_1925

Postkartenfoto [1], einen Fabriksbrand in “Neusses” (wohl Neuss) zeigend. Alter um 1925 [2]. Bitte um nähere Informationen über die genaue Örtlichkeit!

Quellen:

[1]…AK 138x38mm, Eigentum schlot.at-Archiv

[2]…Datierung schlot.at über interne Typographiekartei

DE | DD | Gaswerk Reick – Doppelgasanlage 1925

schlot.at ist seit Juni 2014 im glücklichen Besitz von acht Glaspositiven 90×70 mm [1]-[8], welche die Doppelgasanlage des Gaswerkes Dresden – Reick in Detailaufnahmen zeigen.

Auf einem der Fotos [7] ist eine Werkstafel zu sehen, auf der mittels Kreide das Datum “14.8.25” vermerkt ist. Dies dürfte einen Schluss auf das Alter der gesamten Serie zulassen.

Neuere Fotos und Hintergrundinfo hier.

6487-reick-doppelgasanlage-von-vorne
[1]…Sächsische Landesbildstelle #6487: Gaswerk Reick: Doppelgasanlage von vorn
14580-reick-kohlebunker
[2]…Sächsische Landesbildstelle #14580: Gaswerk Reick: Kohlenbunker in der Doppelgasanlage
14586-reick-doppelgasanlage-von-hinten
[3]…Sächsische Landesbildstelle #14586: Gaswerk Reick: Doppelgasanlage, Rückseite mit Kohlenhängebahn
14587-reick-doppelgasanlage-schwelschacht
[4]…Sächsische Landesbildstelle #14587: Gaswerk Reick: Doppelgasanlage, Schwelschacht
14588-reick-doppelgasanlage
[5]…Sächsische Landesbildstelle #14588: Gaswerk Reick: Doppelgasanlage, Unterteil mit Dampf-Wind-Abgasleitung zum Generator
14600-reick-doppelgasanlage-drehrost
[6]…Sächsische Landesbildstelle #14600: Gaswerk Reick: Doppelgasanlage, Drehrost
14601-reick-doppelgasanlage-bedienungsbuehne
[7]…Sächsische Landesbildstelle #14601: Gaswerk Reick: Doppelgasanlage, Bedienungsbühne
14609-reick-bunkerauslauf
[8]…Sächsische Landesbildstelle #14609: Gaswerk Reick: Bunkerauslauf und Füllvorrichtung
 

Fotos:

 

 

 

 

 

 

 

 

DE | KN | Singen | Aluminiumwerke Singen

Die Aluminiumwerke Singen wurden 1912 als Zweigwerk des Schweizer Aluminium-Industriellen Robert Victor Neher gegründet [1]. Das Unternehmen belieferte bereits zu seiner Gründungszeit die Lebensmittelindustrie mit Aluminiumfolien aller Art und Muster [1], welche nach und nach die damals üblichen Stanniolfolien (lat. stannum – Zinn) ablösten.

Die Singener Aluminiumfolienerzeugung ist bis heute eine Erfolgsgeschichte [1]. Am ehemaligen Werksgelände befinden sich noch anno 2013 mehrere Aluminium verarbeitende Betriebe [4].

schlot.at präsentiert einen undatierten Musterkatalog der Aluminium-Walzwerke Singen Dr. Lauber-Neher-Co GmbH Singen/Hohentwiel [2]. Der wohl um 1925-1930 entstandene [3] Katalog “Kaschiert weiss und gefärbt, geprägte Ausführung” enthält eine Fülle von Aluminiumpapiermustern von 20 g/m²  bis 500 g/m² bzw. von 0,03 mm bis 0,7 mm Dicke. Vorab finden sich technische Angaben, Hinweise zu verschiedenen Formaten und Materialqualitäten sowie eine Abbildung eines der Walzwerke. Die Proben sind voneinander durch dünne durchscheinende Papiere getrennt.

Al_001 Al_002 Al_003 Al_004 Al_005 Al_006 Al_007 Al_008 Al_009 Al_010 Al_011 Al_012 Al_013 Al_014 Al_015 Al_016 Al_017 Al_018 Al_019 Al_020 Al_021 Al_022 Al_023 Al_024 Al_025 Al_026 Al_027 Al_028 Al_029 Al_030

Quellen:

[1]…Firmengeschichte AMCOR auf berufsstart.de, 14.01.2013

[2]…Musterkatalog Aluminium-Walzwerke Singen: Kaschiert weiss und gefärbt, geprägte Ausführung, 165 x 92 mm, Eigenverlag, Singen. Eigentum schlot.at-Archiv

[3]…Schätzung schlot.at aufgrund orthographischer, typografischer und materialkundlicher Beschaffenheit des Musterbuches. Firmenwortlaut-Hinweise Hinweise ferner aus [4].

[4]…Aluminiumwerk Singen auf wikipedia, 14.01.2013

Laufendes Industriegeschichte – Projekt | Steyr Waffenrad – Datierung

schlot.at bietet ab sofort eine Datierungshilfe für Ihr altes Steyr Waffenrad an. Sie haben ein richtig altes echtes Waffenrad mit Holzgriffen oder viel Rost und wollen wissen, wie alt das Rad ist und wo es gebaut wurde? Hat es vielleicht solch einen Metallschriftzug oder diesen Schriftzug als Aufkleber am oberen Rahmenrohr?

Kein Problem:  Seit meiner Publikation:

Markus Mráz: Zur Erkennung und Datierung von Steyr-Waffenrädern von 1918 bis 1940. In: Der Knochenschüttler: Zeitschrift für Liebhaber historischer Fahrräder und Hilfsmotoren. – Leipzig: Maxime Verlag – Bd. 39 (2007), S. 8-12; ISSN 1430-2543

hat sich der Bestand meiner Rahmennummernsammlung bis 1942 deutlich erweitert und ich sehe mich in gewissen Zeitbereichen in der Lage, über Interpolation von Rahmennummern zum Baujahr des zu beforschenden Steyr Waffenrades zu gelangen.

Ferner habe ich selbst mehrere weitere valide Datierungskriterien entwickelt und kann daher auch Aussagen über Fahrräder treffen, die in schlechtem Originalzustand vorliegen (falsche Felgen etc, Fehlen der Freilaufnabe etc.) .

Gerne erarbeite ich mit Ihnen persönlich im Mailkontakt eine möglichst genaue Datierung Ihres alten Steyr-Waffenrades und berate Sie in puncto Wert des Rades und allfälliger nötiger Renovierungsschritte oder -strategien.

Senden Sie mir Ihre Anfrage, am besten mit Foto des Rades von links und Mitteilung der Rahmennummer. Die Rahmennummer finden Sie bei den hier behandelten Rädern links an der Sattelmuffe – siehe Foto – oder bei älteren Damenrädern am Oberende des Sattelrohres (Vorderseite, siehe ebenfalls Foto).

Freundliche Grüße

Markus Mráz

INT | 2 unbekannte Fabriken

Bademode um 1925 – und 2 unbekannte Schlote. Doch die Hoffnung, eine Verortung zu schaffen, stirbt zuletzt. Foto 78×51 mm im Eigentum des schlot_archives.

Wenn die Schlote rauchen nicht, dann plantschen wir im Sonnenlicht.

DE | DD | Bienert’sche Hafenmühle Dresden, ca. 1925

Hafenmühle-1930

Historische Ansicht der noch heute bestehenden Dresdner Hafenmühle, die 1912-1914 als Stahlbetonkonstruktion errichtet wurde. Die Mühle steht im Alberthafen in DD-Friedrichstadt.Die Ansicht zeigt den heute nicht mehr bestehenden Schlot und  die damals bereits intensiv genutzten Industriegleise samt Krananlagen. Im Vordergrund Lastschiffe mit kühner Mehlrutsche aus der Uferböschung! Foto von W.Moeck, Dresden 27, Bienertstr.14, undatiert.

Foto 236x178mm im Eigentum schlot_archiv. Quelle und Link

schlot_map (bei Google Maps)

AT | 1220 Wien | Stadlauer Lackfabrik Carl Reichhold/DIC

Info aus dem “Industrie-Compass 1925/26” zum Betrieb:

Reichhold, Flügger&Boecking, Stadlauer Lackfabrik, XXII Kagran, Breitenleerstr. 424.

[…] Kutschenlacke […]”

Info aus dem “Industrie-Compass 1959” zum Betrieb:

Reichhold, Flügger&Boecking, XXII, Breitenleer Straße 424.

Erzeugnisse: Lacke und Farben, sowie Nitro-Spritzlacke “Oxylin”, Kunstlacke “Durlin”, Emaillacke, Isolierlacke, Fahrradlacke, Modellacke u. alle Industrielacke für Sonderzwecke, Chlorkautschuklacke, “Ferabrin”-Rostschutzfarben”

Werbemarke, um 1910