Laut unserem Leser Bert Insatz handelt es sich bei den beiden hier gezeigten Kaminen [1] um Schlote am Gelände der heuigen Uni-Klinik Innsbruck. Laut seinen Angaben gehörten sie zur Klinik-Wäscherei und zum Krankenhaus-Krematorium, in dem man Operationsmaterial verbrannte. Vielen Dank für die Hinweise (siehe Kommentare).
[1] Foto 136 x 87 mm auf Postkartenpapier, ohne Herstellerangabe und Beschriftung; vm. um 1920. Eigentum schlot-Archiv
Das mittlerweile international agierende Unternehmen wurde 1838 als “C. H. Knorr, Mühlenfabrikate, Landesprodukte und Fabrik von Suppenstoffen” im deutschen Heilbronn gegründet. 1885 wurde in Vorarlberg eine kleine Abpackstelle eröffnet, der 1906 eine Produktionsstättengründung in Wels folgte. 1908 wurde in Wels die Eigenherstellung von Suppentabletten, Suppenwürsten und Erbswurst aufgenommen. Nach dem ersten Weltkrieg begann eine Phase der massiven Exporte und des betrieblichen Aufschwunges [1].
Erbswurst-Annonce [2]. Fastfood 1931!In den 30er Jahren wurde weiter expandiert, das Werksgelände wurde vergrößert. Der Kriegsbeginn dämpfte den wirtschaftlichen Aufschwund des Unternehmens. Nach dem Krieg in der US-Zone gelegen, gelangen ab 1951 wieder gute Umsätze. 1955 wurde die Würzfabrik neu aufgebaut. 1965 überschritt die Mitarbeiterzahl die Grenze von 500 Menschen [1].
Luftbild, um 1965 [3]*1969 bis 1973 verzeichnete man einen Innovationsschub, der sich in der Markteinführung von 70 neuen Produkten äußerte. Seit 1979 Staatswappenträger, führte Knorr 1981 Dosensuppen ein. 2001 erfolgte die Verschmelzung der C. H. Knorr GesmbH und Kuner zu Unilever Foods Austria, einem Unternehmen der Unilever Austria GmbH [1].
*Das Luftbild um 1965 zeigt gegenüber der heutigen Situation eine deutlich veränderte Gebäudestruktur [4]. Zwei markante hohe Gebäude (altes Luftbild linker oberer Bereich) sind auf google maps noch 2012 erkennbar.
Österr. Fernsehkoch mit Knorr-Industriemischer. Leonar-Papier, o.D. [5]Knorr-Lieferwagen mit OÖ-Nummerntafel, Leonar-Papier, o.D. [5].Österr. Fernseh-Koch, vermutlich im Knorr-Werk Wels. Foto Karl Werkgarner, Wels. [5]
Die 1882 gegründete Schroll’sche Baumwollspinnerei war der wichtigste Arbeitgeber in der Kleinstadt Meziměstí (deutsch Halbstadt) [1].
Der Schroll’sche Betrieb (die Appretur und Weberei war im nahegelegenen Broumov [2]) wurde bis 1910 mehrmals erweitert und war zu seiner Blütezeit einer der größten der Donaumonarchie. Im zweiten Weltkrieg wurde das Areal seitens der Junghans-Werke als Rüstungsproduktionsstandort (u.a. unter Einsatz von Zwangsarbeitern einer Außenstelle des KZ Groß-Rosen) genutzt [1].
Nach 1945 dünnt die Quellenlage über die Spinnerei aus.
Die Gebäude der Spinnerei bestehen laut aktuellem Satellitenbild noch. Es handelt sich um eine symmetisch konzipierte Anlage, die aus zwei getrennten Komplexen besteht. Die originalen Kamine scheinen erhalten zu sein, eine partielle Nachnutzung zumindest einer Fabrikshälfte (CEDIMA Meziměstí s.r.o.) wird online angedeutet [3].
Das undatierte Foto [4] zeigt die Fabrik wohl zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Es handelt sich bei diesem Fotokonvolut [1] um Aufnahmen aus dem zweiten Weltkrieg. Die Fotos zeigen einen deutschen Soldaten, eine Frau und ein Kind im Nahbereich eines offensichtlich aufgelassenen (Dach-) Ziegelwerkes. Die Personen posieren vor oder bei folgenden ziegelwerksspezifischen Objekten:
Ziegelteich als Residuat von bereits erfolgtem Lehmabbau
niedrig ausgeführte Trockenschuppen zur Vortrocknung von Ziegeln vor dem eigentlichen Brand
Dachziegel unter dem Trockenschuppen
Fabriksgebäude mit zentral angeordnetem Kamin, möglicherweise ein Hoffmann’scher Ringofen
Verfallene Nebengebäude
Feldbahnanlage mit Weiche, bis zum Trockenschuppen führend
Feldbahnwagen, ramponiert
Wer kann Angaben zu dem abgebildeten, im zweiten Weltkrieg offenbar bereits aufgelassenen Ziegelwerk (oder Ziegelwerksbereich) machen?
[1]…5 Fotos auf Postkartenpapier (MIMOSA), Eigentum schlot-Archiv.
Das 1923-1926 errichtete Amalienbad verfügte ursprünglich über einen Kamin, der im Hof am Nordflügel des vierkantigen Gebäudes installiert war [1]. Das Bad mit der Adressse 1100 Wien, Reumannplatz 23 wird derzeit bis 12/2012 renoviert [2].
Die Postkarte zeigt die Westfront des Bades 2 Jahre nach dessen Eröffnung [3].
Der Kamin ist nicht mehr vorhanden, er ist jedoch auf dem Modell des Bades, das in dessen Aula ausgestellt ist, deutlich zu erkennen [4].
Der Gebäudeblock 1090 Wien, Eisengasse/Michelbeuerngasse/Prechtlgasse/Severingasse hat eine bewegte Geschichte.
Um 1890 konzipierten die Architekten Fellmer und Helmer das in seinen Grundzügen noch immer vorhandene Gebäude; Auftraggeber war der englische Glühlampenhersteller Anglo American Brush-Light Corporation ltd mit Sitz in London. Im Gebäude wurden neben Glühlampen auch andere elektrische Bauteile für Beleuchtungskörper hergestellt [1].
Noch vor 1900 übernahmen die Siemens-Schuckert-Werke den Betrieb, dessen Gebäude 1899 für die Einrichtung des Technischen Dienstes zur Förderung des österreichischen Kleingewerbes am technologischen Gewerbemuseum (ab 1908 k.k. Gewerbeförderungsamt) angekauft wurden. Im Gebäude war eine Reihe von Musterbetrieben angesiedelt. Die ursprüngliche Glühlampenproduktion wurde bis 1924 von der siemenseigenen Tochterfirma Elektrische Glühlampen Fabrik “Watt” AG fortgeführt[1].
1925 war an der Adresse Severingasse 9 noch das Lampenlager und das Büro der Inlandsabteilung der “WATT” AG untergebracht [2].
In den 1930er Jahren wurde der Gebäudekomplex mit “Österreichisches Gewerbeförderungsamt” bezeichnet [3].
K.K. Gewerbeförderungsamt mit Kamin der Glühlampenfabrik
Das Foto [4] zeigt den Gebäudekomplex in der Zeit zwischen 1908 und 1919, Ansicht Ecke Eisengasse/Severingasse. Gut erkennbar ist neben Fassadendetails auch die außergewöhnlich geschmückte Krone des Kamins. Es bestanden ein Drahtgitter zum Schutz der Rauchaustrittsöffnung sowie zwei aufwendige Kandelaber (Details nicht auszumachen). Eine Montage von Glühbirnen auf die Kandelaber wäre für repräsentative Zwecke der Glühlampenfabrik durchaus vorstellbar gewesen.
Es existiert zwar eine englisch-sprachige Version der Firmenwebsite, doch der Artikel über dieses Kraftwerk ist nur auf Russisch verfügbar:
Süd-BHKW
Datum der Inbetriebnahme: 8. Februar 1978
Ort: St. Petersburg, St. Sophia, 96.
Regie: Andrey Sergeev
Techno-ökonomische Indikatoren:
Die installierte Leistung – 1175,0 MW
Die installierte thermische Leistung – 2480,0 Gcal / h
Der wichtigste Brennstoff – Gas, zurück – schwarzes Öl
Die Stromproduktion im Jahr 2011 – 5848209000 kWh
Wärmeenergie in 2010 bis 4366,145 Gcal
Personalbestand insgesamt: 635
Bietet elektrische und thermische Energie Industrie-, Wohn-und öffentliche Gebäude von Moskau, Frunse und dem Newski-Bezirk von St. Petersburg. Im Service-Bereich sind 900 Tausend Menschen.
Das Bauprojekt wurde von der CHP Southern Energy der UdSSR im Jahr 1975 genehmigt. Die erste Wärme-Station gab im Jahr 1977 direkt nach der Inbetriebnahme des ersten Kessels. Im Laufe der nächsten acht Jahre in Betrieb drei Einheiten (von vier) mit einer Kapazität von 250 MW-Turbinen setzen. Doch im Jahr 1987 wegen des Mangels an Finanzierung des weiteren Bau wurde eingestellt.
Ende 2007 startete das Projekt “Erweiterung des Südens durch die Installation von KWK-PGU-450”, die eine Priorität für die TGC-1 wurde.
Technische Umrüstung und Modernisierung
Das Projekt umfasste die Installation von GuD-(zwei Gasturbinen-GTE-160-und Dampfturbinen-T-125/150) 425 MW Strom und Wärme 290 Gcal / h
Die wichtigsten Geräte wurde Kraftmaschine Fabriken hergestellt – OAO “Power Machines” und OAO “Podolsk Fabrik.”
Bauzeit: III Quartal. 2007 – 1. April 2011
Das Projekt hat das Defizit von Strom aus St. Petersburg und dem Leningrader Gebiet vorgesehen ist, hat sich reduziert die Umweltbelastung auf dem Luft-Becken von St. Petersburg und gab einen starken Impuls für die Entwicklung von Industrie-und Business-Komplex in der Umgehungsstraße.
Materialien und Technologien im Projekt verwendet werden, mit internationalen Umweltstandards entsprechen.
1. Januar 2011 erhielt Süd CHP eine Bescheinigung über die Umweltmanagementsysteme (EMS) in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Norm ISO 14001:2004.
8. April 2011 ein neuer Block von Süd-BHKW wurde im kommerziellen Betrieb übernommen.
Kalender der Konstruktion
Die betreffende Anlage (das frühere Kesselhaus котельной ЗАО “Лето”) soll durch das 2007 gegründetes Unternehmen Pulkovo KWK in ein modernes Kraftwerk umgebaut werden. Die entsprechende Information findet sich auf der Projektseite des Unternehmens:
Unternehmen “Pulkovo KWK” wurde 2007 gegründet, um den Betrieb des Kesselhauses von JSC “Sommer”, Heizungsanlagen-und Wärmeversorgung zu organisieren. Das Unternehmen ist in den Dienstplan der Energieerzeuger und-verbraucher einbezogen bietet Heizung, zwischen der Donau Avenue und der Eisenbahn auf den Bereich unmittelbar neben Pulkovo Autobahn auf beiden Seiten gelegen
Die Immobilien-Gesellschaft “Pulkovo KWK” ist das Land, auf dem Heizraum, das gesamte Anwesen Komplex des Kessel-und Heizungsanlagen. Aktuell bietet das Unternehmen das Projekt der Rekonstruktion der Heizraum und seine Umwandlung in ein modernes Heizkraftwerk auf UCG-Technologie implementiert. Dieses Projekt wird:
– Co-Produktion von Wärme und Strom in der modernsten Technologie mit dem höchsten Kraftstoffverbrauch;
– Beseitigung aller Beschränkungen des angrenzenden Gebietes, im Zusammenhang mit der Energieversorgung;
– Zuverlässige Strom und Wärme Verbraucher;
– Reduzierung der Emissionen in die Umwelt;
– Verbesserung der Sicherheit Ausrüstung nach internationalen Standards.
Auf der Website des Betreibers ließ sich folgendes Mission-Statement finden:
Unsere Mission – hohe Qualität und ununterbrochene Wärme-und Warmwasserversorgung von St. Petersburg, sowie – um den wachsenden Bedarf an thermischer Energie zu erfüllen.
Hauptaktivitäten:
– Entwicklung und Lieferung von Heizenergie an die Verbraucher von St. Petersburg;
– Transport von Wärme aus Quellen, die nicht dem Unternehmen gehören erzeugt wird;
– Betrieb der städtischen Heiz-Systems Engineering.
Die Zuständigkeit des GUP “TEK SPB” ist 280 Kessel. Enterprise-heizt und Warmwasser versorgt etwa 12 000 Häuser von St. Petersburg, der Heimat von rund 2,5 Millionen Einwohnern ist. Unter den Abonnenten des Unternehmens – Häuser, Gebäude Sozialeinrichtungen – Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten und zahlreiche Fertigungsstätten.
Das Unternehmen verfügt über die modernsten Heizungsanlagen in der nordwestlichen Region Russlands, das 4100 km ist. Alles Eigentum des Unternehmens ist öffentliches Eigentum in St. Petersburg. Das Unternehmen beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter.
Erst auf den 3. Blick ist der Kaminrest an der Wienerbergstraße (Zielpunkt) als solcher zu erkennen. Er liegt gegenüber der Traditionsfirma Schindler und ist in die Wäscherei des Akazienhofes [1] bzw. in die Gebäudesubstanz des Zielpunkt integriert. Das Gebäude ist rechteckig und weitgehend einstöckig ausgeführt. Im Zentrum erhebt sich ein zweites Geschoß und an der Südwestkante befindet sich das angebaute kleine zweistöckige Heizhaus, an dessen Südostkante der Kamin angebaut ist. Er ist etwas über der Höhe des zweiten Geschoßes verplombt. Von der Straße her ist er durch eine deutliche Neigung gegen die Hauskante als Kamin erkennbar. Die Wäscherei wird nach wie vor betrieben und ist modern ausgestattet (Stand 06/2012).
Quelle:
[1]…Vermerk “Zentralwäscherei” 1946 auf wien.gv.at, 12.06.2012
Das branchentreu nachgenutzte Areal der ehemaligen Silvania Holzindustrie- und Hammerwerksgesellschaft liegt in der Michael-Bernhard-Gasse 12-14, 1120 Wien. Der noch bestehende Kamin ist an einer Gebäudekante in den Fabrikskomplex integriert. Er zeigt an der Lee-Seite (Osten) starke Rauch- oder Feuchtespuren, was als praktischer Indikator der Hauptwindrichtung dient.
1959 beschäftigte die Silvania ca. 80 Arbeiter und erzeugte Möbel und Polstermöbel. Die Gesellschaft verfügte damals über ein Kapital von S 600.000 [1]. Die Gesellschaft ist weder im Wiener Fernsprechbuch 1943 noch im Wiener Berufs- und Branchenverzeichnis 1953 verzeichnet.
1985 übersiedelte die seit 1890 bestehende Traditionstischlerei Bausbek aus Favoriten in die Räumlichkeiten der Silvania [2].
Quellen:
[1]…Compass Verlag (1959): Industrie-Compass Österreich 1959. Wien. 1273
Postkarten-Ansicht des Klosters Strahov in Prag [1]. Was uns daran interessiert, ist die Szenerie im Hintergrund. Hier scheint nordwestlich des Klosters ein Ziegelwerk oder Ähnliches zu bestehen, das zwei sichtbare Kamine hat, von denen einer in Betrieb ist. Noch heute erkennt man in der bezeichneten Richtung eine relativ ungeordnete Fläche, die 2012 gerade in Umwidmung begriffen ist [2].
Für die Stadt Prag, speziell für den nahen 5. Stadtbezirk ist die Existenz eines Ziegelwerkes bekannt [3].
Wer nähere Informationen zu dem Standort hat, möge der Redaktion eine Nachricht senden.
Quellen:
[1]…AK Praha 140×93 mm. Klášter Strahov. JKO Trade-Mark 1/182, Prague X. Ohne Jahr, ca. 1930.
Die heute verfallende Brauerei in Fillmannsbach wurde ab 1921 von der Familie König geleitet [1]. Gründungsjahr des Unternehmens ist 1848 [2].
1923/24 erzeugte die Dampfbrauerei von Franz-Josef und Katharina König 4.475 hl Bier [3].
1956/57 wurden mit ca. 40 Arbeitern und 60 PS Elektro- und Dampfkraft 5.000 hl Bier produziert. Das Unternehmen firmierte damals als “F.J. König, Brauerei und Gutsbesitzung Fillmannsbach” [2].
1970 wurde die mittlerweile unter Denkmalschutz stehende [4] Brauerei geschlossen [1].
Danke für die Fotos des eingehüllten Kamins und den Hinweis auf das Brauhaus an Andrea-Patrizia Bauchinger.
In Uttendorf, Bezirk Braunau am Inn, bestanden 1959 zwei Ziegeleien. Eine davon lag im Ortsteil Sonnleiten (sicher nicht der gegenständliche Standort), der andere Standort (Dampfziegelei Goldberger & Co) in Uttendorf selbst [1].
Heute betreibt Wienerberger das Werk Uttendorf an der Adresse Schloßberg 5. Dort werden Ziegel und Wandklinker gelagert [2]. Auf einer amtlichen Karte (1999) ist das Ziegelwerk eingetragen und es sind umfangreiche Abbaugräben nordwestlich des heutigen Werkgeländes kartiert [3].
Danke für das Foto (2012) und den Hinweis auf die Ziegelei an Andrea-Patrizia Bauchinger.
Foto der denkmalgeschützten [1] ehemaligen Konsum-Unionwerke Salzburg. Danke an Andrea-Patrizia Bauchinger für die Überlassung des Fotos (Frühsommer 2012) und den Hinweis auf die Baulichkeit.
Die “Union” Margarinewerk Salzburg Ges.m.b.H.”, Standort Fanny-von-Lehnert-Straße 4 (heute 4-6) wurde 1954 gegründet [2] und ging aus den früheren Union Lebensmittelwerken hervor [3].
1937 wurde von der Schließung der Fleischhauerei- und Konservenabteilung berichtet [3].
Das Unternehmen verfügte 1959 über einen 20 PS-Elektromotor. Am Standort wurden anno 1959 noch Margarineschmalz und Kunstspeisefett erzeugt [2].
Die Google Maps-Koordinaten (Länge und Breite) des etwas schwer zu ortenden Kamins sind: 47.815565, 13.044453
Historisches Foto [1] der 1909 gegründeten [2] Wiener Donausandwerke GmbH. Datiert auf ca. 1923 [1a].
Geschäftsführer war anno 1925 Ing. Josef Roßhaendler [2].
Die Werke hatten die Ordnungsnummer XX., Handelskai 1b [2],[3]. Dies ist bei Einmündung der Stromstraße in den Handelskai. Heute ist an dieser Stelle die Radfahrerrampe bei der U6-Station Handelskai situiert, die am Foto sichtbaren Gleise sind die letzten Meter der Donauländebahn vor der heutigen S45-Station Handelskai.
Der Betrieb lag zwischen Donau und Donauuferbahn, was am Foto sehr gut erkennbar ist. Durch diverse große Krananlagen war es möglich, Schiffe zu beladen und zu löschen. Ein System von hoch geführten Loren ermöglichte die Beladung von Eisenbahnwaggons von oben [1]. Die Donausandwerke dürften die Zwischenkriegszeit nicht überstanden haben. Sie sind weder in amtlichen Karten um 1933 noch im Wiener Telefonbuch 1943 nachweisbar.
Quellen:
[1]…Foto der Wiener Donausandwerke 118×90 mm: Eigentum Markus Mráz (schlot-Archiv)
[2]…Compass Verlag (1925): Industrie-Compass Band I Österreich 1925/26. Wien. 381
[3]…Artaria & Co. (um 1913): Plan Wien – 20. Bezirk Brigittenau 1:4.000. Nach Angaben des Städtischen Feuerwehrkommandos und nach dem General-Regulierungsplane des Wiener Stadtbauamtes revidiert im Institute der Verlagshandlung (Dr. K. Peucker). Wien
Ungewöhnliches Schnappschussfoto der Chemie- und Pharmazeutikafabrik Schering in Berlin. Ohne den Schriftzug am Wasserspeicher des Kamins, der uns zu bildindex.de und zu einem sicheren Nachweis des Standortes Berlin führte, wäre es nur schwer möglich gewesen, die Lokalität zu bestimmen. Neben der bemerkenswerten Fabriksarchitektur zeigt die Aufnahme Angestellte in Laborkleidung sowie eine LKW-Anlieferung. Das Foto dürfte aus den Jahren 1955-1965 stammen. Wer bessere Datierungshinweise hat, möge uns bitte schreiben!