UA | Drohobycz | K.u.k. Staatliche Mineralölfabrik | 1918

Die k.u.k. staatliche Mineralölfabrik Drohobycz wurde 1909 – 1910 erbaut, der Probebetrieb am 19.04.1910 aufgenommen [1, S.4].

Nach dem 1. Weltkrieg fiel die Fabrik einem Vertreter der Siegermächte des Vertrags von St. Germain, nämlich der französischen Société des Petroles de Dabrowa SA (Paris/Lille) zu [2].

1927 wurde die Fabrik von Polen verstaatlicht und unter dem Namen POLMIN bis zu einem alliierten Bombardement 1944 weiterbetrieben. Sie galt kurz vor dem 2. Weltkrieg als eine der größten Raffinerien Europas [3].

Seit 1944 liegen die Reste der Raffinerie nach Grenzverschiebungen auf ukrainischem Territorium.

Die Grundstruktur der Anlagen laut Lageplan (Tafel 7) ist noch heute im Luftbild zu erkennen.


Faksimile der Publikation: KOLBE, A. (1918): Die staatliche Mineralölfabrik in Drohobycz. K.K. Hof- und Staatsdruckerei, 70S.

Das Buch wurde als pdf, die Beilagen als jpg mit 400 dpi Auflösung gescannt – bitte auf den folgenden Link klicken. Sämtliche Anlagen (5-16a) sind unten als jpeg verfügbar.

Kolbe, A.-1918-Die staatliche Mineralölfabrik in Drohobycz

Link zur wechselvollen Geschichte der galizischen Erdölproduktion:

Oil! Oil!, 12.08.2026

 

Quellen:

[1]…KOLBE, A. (1918): Die staatliche Mineralölfabrik in Drohobycz. K.K. Hof- und Staatsdruckerei, 70S, Archiv www.schlot.at (2024)

[2]…wikipedia – Karpaten-Öl AG, 12.08.2026

[3]…wikipedia – POLMIN, 12.08.2026

 

 

CUBA | Villa Clara | Motembo | Ölquelle und Bohrturm | 1929

Das nordcubanische Motembo (Provinz Villa Clara) liegt an einer bedeutenden tektonischen Störungszone und über einem dadurch bedingten oberflächennahen Feld an Leichtöl [1]

Das in lokalen Serpentinit eingebettete Feld wurde 1881 entdeckt. Das Öl weist eine äußerst geringe Rohdichte von 0,733 g/cm³ auf [2].

Bei dem Vorkommen handelt sich um eines von mehreren isolierten Leichtölfeldern im Norden Cubas. Bis 1959 wurden durch internationale Konzerne ca. 150 Ölbohrungen in der Region Nordcuba bis Havanna abgeteuft [3].

Aus dieser Epoche (1929) stammt das folgende Foto [4].

Minas de Motembo – Bohrturm 1929

 

Nach der Revolution übernahm die staatliche Ölfördergesellschaft Cupet bis 1990 sämtliche Prospektionsbohrungen und deren Ausbeutung. Seit dem Ende der Sowjetunion agieren neben Cupet wieder westliche Ölkonzerne auf Cuba. Derzeit ist das australische Unternehmen Melbana Energy mit der Exploration und Nutzung des Öls von Motembo betraut [5].

Einblick in die cubanische Sicht der Lage und die Nutzung des unraffinierten Leichtöls durch Einheimische im Haushalt (!) gibt die eindrucksvolle Quelle [6].

Quellen:

[1]…researchgate.net, S. 263 (28.12.2023)

[2]…ebenda, S.273 (28.12.2023)

[3]…https://www.searchanddiscovery.com/pdfz/documents/2016/30478podruski/ndx_podruski.pdf.html (28.12.2023)

[4]…Foto, 240 x 185 mm: „Torre y pozo de las minas de gasolina de San Juan de Motembo, rückseitig gestempelt: „REPUBLICA DE CUBA“, „Dr. José A. GRUCET, JUL 1929“, Eigentum Archiv schlot.at (2023)

[5]…cubabusinessreport.com (28.12.2023)

[6]…oncubanews.com (28.12.2023)

AL | Ballsh | Raffinerie

Detailbild (1982)  von der bis heute größten Raffinerie Albaniens. Liegt im südlich-zentralen Teil des Landes.

AK von Shtepia Botuese “8 Nentori”/N I Kartografike – Tiranë, 143x100mm, im Eigentum schlot_archiv (2010).

Originaltitel:

Pamje e pjesshme e uzinës së përpunimit të thellë të naftës Ballsh. Alles klar.

Verortung folgt.