WU | Fischamend | Gaswerk Fischamend, um 1910

Copyright www.schlot.at (2012)

In Fischamend war bis zum Ende des ersten Weltkrieges ein Gaswerk in Betrieb. [1]

Im Zusammenhang mit dem Gaswerk bzw. dessen Rückständen sind mehrere Grundstücke als Verdachtsfläche „Gaswerk Fischamend“ ausgewiesen [2].

Am Foto [3] sind ein Teleskopgasometer, ein Kamin und Teile von Betriebsgebäuden zu erkennen. Die ins Bild retuschierten Fluggeräte sind in Zusammenhang mit der bis 1918 in Fischamend beheimateten „Militär-Aeronautischen Anstalt“ zu deuten.

[1]…Luftfahrt Fischamend, 01.02.2012

[2]…Enviroportal.sk, Seite 73. 01.02.2012

[3]… AK „Fischamend, N.-Oest. – Gaswerk“ 137 x 88.5 mm, Verlag Ludwig Biermann, Fischamend, No. 17660. Eigentum schlot-Archiv.

WU | Schwechat | UNION Lederwerke A.G.

Hochwasser, vermutlich 1930er Jahre, im Bereich der ehemaligen Union-Lederwerke A.G.,. Infos aus Industrie-Compass 1925/26, 1277:

  • „Union Lederwerke A.G. (1918):

Erz.: Sohlen- und Brandsohlenleder, Chromleder […]“. Im Compass 1959 nicht mehr nachweisbar.  Der Nachweis einer Lederfabrik in Schwechat im Bereich der heutigen Wege/Straßen“Gerberweg“ und „Lederfabriksstraße“ und die Einzeichnung einer Chromlederfabrik ebendort in einem amtlichen Wiener Stadtplan aus der Zwischenkriegszeit führten zu unserer Verortung in der schlot_map. Flohmarktfund 2009. Eigentum MM

schlot_map (bei Google Maps)

Patronenfabrik AG Lichtenwörth / LIGA | WB | Lichtenwörth

WB | Döttelbach WB | Döttelbach

Über den Betrieb

1929/30 wurde die ehemalige „Patronenfabrik AG Lichtenwörth“ des G. Roth von seinem Konkurrenten, dem Industriellen Mandl, übernommen. Alsbald wurde die Hülsenproduktion eingestellt und um 1933 die Lichtenwörther Gasschutz- und Feuerlöschgeräte AG gegründet, an der die Hirtenberger AG die Mehrheitsanteile hielt.[1].

Die Fabrik war am nordöstlichen Stadtrand von Wiener Neustadt, Postadresse Pottendorfer Straße 162 angesiedelt. Die Produktion fand wohl bereits auf niederösterreichischem Gebiet statt.  Aus 1938 liegt dem schlot-Archiv ein Werbefolder vor, der die allgemeine Angst vor einem Krieg mit grimmigen Abbildungen von Gasübungen schürte [2].

1938 wurden neben Gasschutzprodukten (Gasmasken, Atemfilter, Sauerstoffgeräte, Schutztüren, Raumlüfter und Schutzanzügen) auch diverse Feuerlöscher (Marke Total) und Arbeiterschutzprodukte (Respiratoren, Sandstrahl-Schutzhelme und Asbestkleidung) hergestellt. Anbei 4 einzeln aufrufbare Katalogseiten aus [2]:

Im zweiten Weltkrieg wurde die Rüstungsproduktion wieder aufgenommen und das Werk in die Gustloff-Werke integriert [2].

Quellen:

[1]…Hirtenberger, Geschichte, pdf-Seite 52. 19.04.2012
[2]…Beilage 5 zum Sonderheft „Luftschutz“ der „Militärwissenschaftliche Mitteilungen“, Heft 3, Jahrgang 1938

Kartenansicht<
schlot_map (bei Google Maps)

Berndorfer Metallwarenfabrik | BN | Berndorf

Fotos

 

Über den Betrieb

Berndorfer Metallwarenfabrik Arthur Krupp AG | später Berndorf AG

Gießerei, Walzwerk, Drahtzug, Röhrenwerk, Bänder- und Münzwerk, Galvanische Versilberung, Besteckfabrik, Hohlwaren- und Kesselfabrik
Branche: Metallindustrie, Rüstungsindustrie
Betriebsdauer: 1843 – laufend
Produkte 1925: versilberte und unversilberte Besteck und Tafelgeräte, Kunstbronzen, Kochgeschirre aus Reinnickel und Aluminium, elektrische Koch- und Heizapparate, Apparate und Kessel, Rohrleitungen und Schlangen aus Reinnickel, Kupfer, Aluminium, Aluminiumtanks für Brauereien, Halbfabrikate wie Bleche, Bänder, Stangen, Drähte und nahtlose Rohre aus Reinnickel, Neusilber, Kupfernickel, Kupfer, Messing, Aluminium und Bronzen, Münzplättchen, Näpfchen und Hülsen.
Status: erhalten und seit Privatisierung teils branchenfremd nachgenutzt
bestehende Schlote 2007: 4

Die abgebildete Materialseilbahn transporierte noch vor Beginn des 1. Weltkrieges Braunkohle aus dem südlich des Berges gelegenen Bergwerk Grillenberg zur Kraftzentrale von Krupp. Sie wurde mit der Einstellung des Bergbaues 1959 vermutlich abgetragen. Heute dient das Firmengelände, dessen ehemalige Besteckproduktion als Altlast ausgewiesen ist, einer Vielzahl von Unternehmen als Produktions- und Lagerstandort.

Literatur und PK-Zitat:

  • COMPASSVERLAG (1925): Industrie-Compass 1925/26 Band I Österreich; Compassverlag, Wien. 2312S
  • wiki – Guglzipf – Seilbahninfo
  • Email-Info zum abgebildeten Notgeld von Susanne Schmieder-Haslinger, Kruppstadtmuseum Berndorf (2009): „[…] es handelt sich um das das geld der consumanstalt der berndorfer
    metallwarenfabrik arthur krupp der ersten republik (anfang 20er jahre).
    die arbeiter und angestellten der fabrik konnten sich ihren lohn teilweise
    mit münzen der consumanstalt auszahlen lassen und somit günstiger
    einkaufen. unser museum besitzt einige münzen.
    mfg
    susanne schmieder-haslinger“
  • Postkarte „Berndorf-Krupp-Werke A.G. Seilbahn: Lichtbild und Verlag Anton Kral, Berndorf, N.D. gelaufen 1943, PK-Foto131x80,5mm im Eigentum schlot_archiv.

Kartenansicht

schlot_map (bei Google Maps)

[googlemaps http://maps.google.at/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&oe=UTF8&num=200&start=200&t=h&msa=0&msid=114207467168440045430.00045e0378ac07fc44e68&ll=47.942452,16.125312&spn=0.00575,0.012875&z=15&output=embed&w=300&h=200]