BN | Enzesfeld | Enzesfelder Metallwerke AG | buntmetall amstetten GmbH

Fotokonvolut übermittelt von Manfred Fenz (buntmetall amstetten GmbH) im März 2011 [0]


1905 wurde in Enzesfeld das „Anton Keller Metallwerk und Munitionsfabrik“ von einem ehemaligen Mitbesitzer der „Hirtenberger Patronenfabrik“ gegründet und mit dem Bau der Werksanlagen begonnen. Das Unternehmen erzeugte vorerst mit einigen hundert Mitarbeitern Metallguss- und Walzwaren sowie Geschosszünder, Gewehr- und Revolverpatronen und Schwarzpulver. 1907/1908 folgte die Gründung des Rechtsvorgängers des heutigen Werkes  (Gründung der AG). Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges begann ein großzügiger Ausbau der Fabriksanlagen und Ausweitung der Produktion auf Artilleriemunition […]. [1/4]

Ab 1922 hieß das Werk „Enzesfelder Metallwerke AG“ [4]

Fabriksbeschreibung 1925/26:

Enzesfelder Metallwerke AG (1907 bzw. 1916)
ca. 1.200 Arbeiter, Kraftanlage 1.500 PS.

  • Erzeugnisse Metallwerk:Nahtlos gepreßte und gewalzte Rohre, Bleche, Bänder, Draht, stangen, Fassonpreßteile und Abgüsse aus Messing, Tombak, Bronze, Kupfer, Blei, Aluminium etc.. Grau- und Temperguß.
  • Erzeugnisse Waggonfabrik: Bau und Reparatur von Eisenbahnwagen. Schmiede- und Gußteile für Eisenbahnbedarf [2]

Nach der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich im März 1938 kam das Werk zum Böhler-Konzern und die Produktion von Artilleriegeschossen wurde weiter ausgebaut. Weiters wurde ein Leichtmetallwerk errichtet und der Mitarbeiterstand stieg auf 17.000 Arbeitnehmer. Im März 1944 kam es in der Munitionsfertigung zu einer gewaltigen Explosion, welche einen Großteil der Anlagen vernichtete. […][1]

Am 23.08.1944 schädigten schwere Fliegerangriffe das Werk [0]

Von 1945-1955 war das Werk unter sowjetischer Besatzung – siehe USIA-Foto.

Fabriksbeschreibung 1959:

  • Erzeugnisse: Bleche, Bänder, Streifen aus Messing, Tombak, Kupfer und Aluminium. Drehteile, Schrauben und Muttern. [3]

1961 kam es zur Fusionierung mit den Wiener „Carowerken“, 1980 Übernahme durch die „Austria Metall AG“ und ab 1989 sind die Enzesfelder Metallwerke nach Zusammenschluss mit der Firma „Buntmetall Amstetten GmbH“ im Besitz der „Austria Buntmetall Holding“.[1]
Seit 2009/10 ist neuer Werksname „buntmetall amstetten GmbH“ [4]. Es ist seit mindestens 2007 kein Schornstein am Gelände mehr vorhanden.

Verortung folgt.

[0] Danke an Manfred Fenz (buntmetall amstetten GmbH) für die Fotos.
[1] Geheimprojekte.at , teils zitiert nach [4],  03.10.2011
[2] Industrie-Compasss 1925/26 Band I Österreich, Compass Verlag, Wien. 466 u 531
[3] Industrie-Compasss 1959 Österreich, Compass Verlag, Wien. 897 u 961
[4] buntmetall amstetten GmbH  , 03.10.2011

BN | Tribuswinkel | Spenglerei Miskolczi

Kleiner Schlot an der Josefsthaler Straße 53, Tribuswinkel. Infos über hist. Nutzung gerne willkommen.

schlot_map (bei Google Maps)

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BN | Tribuswinkel | Bleischmelzerei Anton Bauer

Aufgelassenes Fabriksareal in Tribuswinkel. Die Architektur und der erkennbare Bunker deuten auf eine recht alte Fabrik hin.  Charmant: Die Antimon-Kiste aus Ex-Jugoslawien im Hof. Antimon ist ein wichtiges Legierungsmetall für Bleiverbindungen.

schlot_map (bei Google Maps)

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BN | Blumau-Neurißhof | Alt G und Co GesmbH

Fotos

Über den Betrieb

Alt G & Co GesmbH

Branche: Großhandel mit Metallen sowie Erzeugung von Metallegierungen und Metallschmelzen [1].
Betriebsdauer: seit mindestens 1994 [1]
Produkte: Metalle [1]
Status: aktiv [1]
Höchstzahl gleichzeitig bestehender Schlote: 1 (2009)
Literatur: [1] Online-Quelle.

Das Areal war offenbar vorgenutzt, und zwar wie folgt (Industrie-Compass 1959, 893):

  • „Josef Hebenstreit (1946) […] Ersatzteile für Maschinen-, Lokomotiven- und Waggonbau, Straßeneinbauarmaturen]“
  • „Sulzer & Co, Eisen- und Metallgießerei (1951) […] Maschinen- und Kommerzguß, Grauguß, Leicht-und Schwermetall […]“

Das gesamte Areal war von ca. 1900 bis 1920 Teil der Sprengstoffwerke Blumau-Neurißhof.

schlot_map (bei Google Maps)

BN | Weissenbach/Triesting | A. Pittel und Comp.

bn_weissenbach_pittel_001 bn_weissenbach_pittel_002

2 Postkartenausschnitte mit gleicher Perspektive, um 1950-1960. Josef Gober teilte nach Weiterleitung eines Anfragemails an die Gemeinde Weissenbach/Triesting zu dem dargestellten Fabriksareal am 18.12.2008 Folgendes mit, wofür ihm seitens schlot.at bester Dank ausgesprochen wird:

Zitat Anfang:

(…)Die Gemeinde Weissenbach a. d. Triesting hat mir ihre Anfrage vom 12. Dez. 2008 samt der beigefügten Kopie der Postkarte weitergegeben.
Dazu kann ich Ihnen folgendes mitteilen:
Die Firma Adolf Baron Pittel & Comp. kaufte im Jahre 1872 eine an dieser Stelle bestehende Sägemühle und Lohstampfe und baute diese zu einer Zementmühle um. Diese Anlage diente dann zur Vermahlung eines Teiles des in Taßhof, einem Ortslteil von Altenmarkt a. d. Triesting, gewonnenen und gebrannten Produktes.
In diesem Betrieb begann Pittel um 1880 auch mit der Erzeugung von Zementwaren die dann aber hauptsächlich auf einem zugekauften anderen Betriebsareal erzeugt wurden.
In diese Zeit wird auch die Errichtung des Schlot´s fallen.
Um 1895 veräußerte Baron Pittel die Anlage auf dem sich der Schlot befindet an die Aktiengesellschaft der Kaltenleutgebener Kalk- und Zementfabrik deren Vizepräsident und Verwaltungsrat er war.
Die neue Firma setzte die Produktion von Zement und Weiterverarbeitung fort.
1910 kaufte die Firma Pittel den stillgelegten Betrieb zurück den 1911 dann der Tischlermeister Karl Koudela erwarb.
Koudelas Erben ließen die ganze Anlage samt den Schlot 1972 schleifen.

Mit freundlichen Grüßen
Josef Gober

(Zitat Ende)

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BN | Baden 1924 | Heizhaus Kurpark, Leesdorfer Remise, Städtisches E-Werk

baden_stadt_1924_text

Ansichtskarte von 1924: P.Ledermann, Wien I, Fleischmarkt 20, Nr. 13727.

Die drei numerierten Schlote wurden von Hrn. Franz Reiter, einem ehrenamtlichen Mitarbeiter des Rollettmuseums Baden, wie folgt zugeordnet:

1…Kurpark Baden, Heizwerk Versorgung der Dusch- und Wannenbäder der Gemeinde Baden, der Glashäuser und der Wäscherei etc., ab 1959-1966 Fernheizwerk der Gemeinde Baden.

2…Kraftwerk Zentralstation (EW), Leesdorfer Remise (Badener Bahn), Waltersdorferstraße 36.

3…Städtisches EW-Baden, Waltersdorferstraße 24.

Für die Hilfe bei der Identifizierung der drei Schornsteine spricht schlot.at Hrn. Reiter und Fr. Luxbacher (Rollettmuseum Baden) vielen Dank aus.

Link zum Rollettmuseum:

http://195.58.166.60/volkskultur/noemuseen/mus_ansicht_detail.asp?nr=101

Cornides & Kühmayer | BN | Weissenbach

Fotos

Über den Betrieb

Leonische Werke Cornides & Kühmayer AG
heute: Fokuma (Werk 1), Tischlerei Lechner Andreas (Werk 2)

Branche: Posamenterie
Betriebsdauer: 1788 – ? (nach 1926)
Produkte: Gold- und Silberdraht, Gespinst-, Posamentier-, Schnürwaren und Uniformsorten
Status: erhalten
Höchstzahl gleichzeitig bestehender Schlote:
Literatur: COMPASSVERLAG (1925): Industrie-Compass 1925/26 Band I Österreich; Compassverlag, Wien. 2312S

Kartenansicht

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Pottensteiner Baumwollspinnerei | BN | Pottenstein

Fotos

Über den Betrieb:

Pottensteiner Baumwollspinnerei A.G. [1]

Pottensteiner Tuchfabrik Gesellschaft mbH. [ab 1948] [2]
heute: Straßenmeisterei

  • Branche: Textilindustrie.
  • Aussstattung 1925/26:24.796 Spindeln, 700 PS-Dampfmotor, 145 PS Wasserturbine [1]
  • Produkte: 1925 Garne [1]. 1959 Herren- und Damenstoffe in Kamm- und Streichgarnen [2]
  • Status: erhalten
  • Höchstzahl gleichzeitig bestehender Schlote: 1 (2007)

Literatur:

  • [1] COMPASS VERLAG (1925): Industrie-Compass 1925/26 Band I Österreich; Wien.1458ff
  • [2] COMPASS VERLAG (1959): Industrie-Compass 1959 Österreich; Wien. 1293

 

Kartenansicht

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Harzverwertung | BN | Pottenstein

Foto aus dem Jahr 2000 – Danke an Karl Freilinger, Pottenstein

Harzverwertung | BN | Pottenstein

Über den Betrieb

Landwirtschaftliche Genossenschaft zur Verwertung der Harzprodukte

Branche: Chemische Industrie
Betriebsdauer: seit mind. 1942 (Quelle: Wasserbuch-Abfrage, 19.6.2007)
Produkte: Harze, Peche
Status: gesprengt (2000), Quelle: Karl Freilinger, Pottenstein
Höchstzahl gleichzeitig bestehender Schlote: 1 (2000)
Literatur:

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